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20.04.2006

Oracle-Nutzer schätzen Linux

Eine Umfrage der International Oracle User Group offenbart einen neuen Datenbanktrend.
Das Vorhaben der Oracle-Anwender, die Datenbank auf einer Linux-Plattform zu betreiben, geht zu Lasten von Solaris und Windows 2000.
Das Vorhaben der Oracle-Anwender, die Datenbank auf einer Linux-Plattform zu betreiben, geht zu Lasten von Solaris und Windows 2000.

Nach dem Befund der Oracle-Anwendergruppe IOUG könnte Linux im Laufe der kommenden zwölf Monate Solaris als dominierende Datenbankplattform ablösen. Bislang favorisierte die überwiegende Mehrheit der Oracle-Nutzer das Betriebssystem von Sun Microsystems. Die Vereinigung hatte rund 900 Anwenderunternehmen zu ihren bevorzugten Betriebssystem-Plattformen befragt, das entspricht zirka sechs Prozent der eigenen Mitglieder. Die Befragten konnten mehr als eine Plattform ihrer Wahl angeben.

Solaris und Windows verlieren

Dabei kam heraus, dass momentan über die Hälfte der Oracle-Anwender Solaris als Betriebssystem für ihren Datenbankbetrieb bevorzugen. Es folgen Windows 2000, Windows Server 2003 und Linux. Dieses Verhältnis dürfte sich im kommenden Jahr jedoch ändern (siehe Grafik "Die Oracle-Basis"). Wesentlich mehr der befragten Datenbankbetreiber wollen bis 2007 auf Linux setzen. Das quelloffene Betriebssystem wird die Plattform Nummer eins, noch vor Solaris und klar vor den Windows-Umgebungen.

Den Antworten zufolge stehen in der Oracle-Klientel damit etliche Migrationen von Solaris sowie Windows in Richtung Linux an. Als Grund für diesen Trend nannten die Befragten vor allem die niedrigeren Kosten für Betriebssystem-Lizenzen und im Vergleich zu Risc-Maschinen günstigere x86-Hardware. Allerdings sei noch nicht abzusehen, inwieweit Suns vor kurzem gestartete Open-Solaris-Strategie die Abwanderungsbewegung stoppen könne, hieß es von Seiten der Anwendergruppe.

Diese Angaben bestätigen Erhebungen von Gartner. Die Analysten haben kürzlich berichtet, 60 Prozent der Anwender wollten ihre Oracle-Datenbank auf Linux-Plattformen migrieren. Der Grund seien die niedrigeren Hardwarekosten für x86-basierende 32- und 64-Bit-Server. Der Verkauf von Datenbanken für Linux steige im Moment jährlich um 118 Prozent und lasse Datenbanken für Windows und Unix damit weit hinter sich. Oracle decke mehr als 80 Prozent des 655 Millionen Dollar schweren Linux-Datenbank-Markts ab.

Laut IOUG betreiben nur sieben Prozent der Anwender ausschließlich Oracle-Datenbanken. Hingegen haben inzwischen 70 Prozent auch Microsofts SQL Server, während es vor fünf Jahren noch 41 Prozent waren. Damals nutzten 18 Prozent IBMs DB2, heute sind es 25 Prozent. In der Hälfte der Unternehmen läuft außerdem noch Micrsoft Access. Die Open-Source-Alternative MySQL nutzen inzwischen ein Viertel der Befragten, meist als Frontend für externe Datenbankanfragen.

Wenig Konsolidierung

Fast die Hälfte der Unternehmen erklärten, sie betrieben mehr als 20 Oracle-Datenbanken. Das könnte erklären, warum die mittlere Größe der Datensilos nur 50 GB beträgt. Aber jede vierte Datenbank hat ein Volumen von mehr als 1 TB. Die ERP-Anwendungen von Peoplesoft (23 Prozent), Oracle (20 Prozent) und SAP (19 Prozent) sind die häufigsten Applikationen auf Oracle-Datenbanken. Open-Source-CRM kommt inzwischen auf 16 Prozent.

Mit 41 Prozent Nennungen ist die "Oracle Development Suite" das beliebteste Tool für datenbankbasierende Applikationsentwicklung. Es folgen Microsofts "Visual Studio" mit 25 Prozent und als Shooting-Star "Oracle Application Express" mit zwölf Prozent. Das Open-Source-Toolkit Eclipse gewinnt Zuspruch, während "Powerbuilder", "Coldfusion", Borland und Netbeans an Bedeutung verlieren. Die Datenbank-Abfragesprachen SQL und PL/SQL verwenden drei Viertel der Anwender. Java bringt es auf 40 Prozent. (ls)