Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

23.09.2005

Oracle öffnet 10g für Wettbewerber

Mit "Application Server 10g Release 3" sollen sich Service-orientierte Architekturen (SOA) bauen lassen.

Oracle verspricht, mit dem nächsten Applikations-Server eine weit reichende Integrationsplattform für Softwareservices. Release 3 der Ablaufumgebung soll es Entwicklern gestatten, verschiedene als Dienste gekapselte Funktionen von Anwendungssoftware für Geschäftsprozesse zu kombinieren.

Project Fusion

Mit Project Fusion bezeichnet Oracle ein Vorhaben, Business-Lösungen der nächsten Generation zu entwickeln. Hier fließen die Funktionen der ERP-, CRM- und SCM-Produkte von Oracle, J.D. Edwards, Siebel und Peoplesoft ein.

Grundlage dafür ist die "Fusion"-Middleware, eine Produktfamilie, die Applikations-Server, Business Intelligence, Entwicklungswerkzeuge, Daten- und Prozess-Integration umfasst.

Mehr zum Thema

www.computerwoche.de/go/

*81468: Oracle koppelt Websphere an;

*81450: Oracle verlängert ERP-Wartung;

*81435: Jboss eröffnet Portlet-Marktplatz;

*81445: Teradata kooperiert mit Siebel.

Ein wesentliches Merkmal ist die "Hot-Pluggable Architecture". Laut Oracle können Anwender bestehende Applikationen und Middleware mit neuer Software miteinander kombinieren sowie Middleware-Produkte von Drittanbietern sowie Open-Source-Software einbinden.

Grundsätzlich zielen diese Features auf alle Middleware-Kunden ab, insbesondere richten sie sich jedoch an die Nutzer von Business-Software, deren Hersteller Oracle gekauft hatte. Peoplesoft- und J.D.-Edwards-Kunden etwa sollen in die Lage versetzt werden, bestehende Programmmodule mit neuen, im Rahmen von Project Fusion gebauten Komponenten zu verknüpfen.

Hierzu macht Oracle den neuen Applikations-Server interoperabel mit konkurrierenden Produkten wie etwa Microsofts .NET-Plattform und Websphere sowie MQ Series von IBM. Ferner können Anwender Entwicklungsumgebungen beziehungsweise Runtime-Umgebungen gemeinsam mit der Oracle-Middleware verwenden. Zertifizierungen soll es für Spring Framework, den Apache-Techniken Struts, Axis und My Faces, Hibernate, Tapestry, Ant, Eclipse sowie Log4J geben.

Der "Web Services Manager" überwacht Web-Services und verfügt hierzu über Monitoring-Funktionen und Richtlinien-Management. Dies ist erforderlich, um den Betrieb von über XML-Schnittstellen kommunizierenden Anwendungen zu gewährleisten.

Unterstützen wird das Produkt die Standards Java 5.0, J2EE und Enterprise Java Beans 3.0 sowie die Spezifikation Web Services Interoperability (WS-I). Der Applikations-Server verfügt über eine auf Struts und auf Java Server Faces aufsetzende Entwicklungsumgebung, die eine Bibliothek mit Komponenten für grafische Benutzeroberflächen enthält.

Integraler Bestandteil des Servers ist eine Business Rules Engine, die auf der Technik der übernommenen Firma Collaxa aufsetzt. Damit lassen sich Geschäftsregeln auf Middleware-Ebene definieren. Auf diese Weise können Firmen Abläufe verändern, ohne dazu den Quellcode ihrer Business-Software verändern zu müssen.

Von dem gekauften Anbieter Oblix stammt "Core ID", das die Identity-Management-Funktionen des Servers erweitert. Auch diese Funktionen benötigt Oracle, um eine übergreifende Middleware-Plattform für die Applikationen von J.D. Edwards, Peoplesoft, Retek und I-flex zu schaffen. Identity-Management stellt Mechanismen bereit, mit denen anwendungsübergreifende Zugriffe geregelt werden können. Dies geht über ein simples Passwort-Management weit hinaus. Vielmehr werden Rollen und Rechte von Anwendern in Verzeichnissen gespeichert und für die Authentifizierung sowohl von Personen als auch Programmen bereitgestellt.

Der neue Applikations-Server soll Ende 2006 erhältlich sein. Nutzer der Releases 1 und 2 können laut Anbieter ohne Schwierigkeiten auf die neue Version migrieren.