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02.10.1998 - 

Anwender wollen Kontrolle über kritische Prozesse behalten

Oracle, Peoplesoft und SAP tun sich als Outsourcer schwer

Software-Anbieter wie SAP, Peoplesoft und Oracle haben im Laufe dieses Jahres angekündigt, ihre Standardsoftwarepakete auch in Form von Outsourcing anzubieten. Dabei sollen ganze Geschäftsprozesse, die Transaktionsverarbeitung oder auch nur die Verwaltung der Datenbank in Dienstleistungsrechenzentren abgewickelt werden. Doch scheint das Geschäft nur schleppend voranzukommen, bemerkt Harry Tse, Analyst der Yankee Group, Boston.

Für die Anbieter sei dieser Service bisher nicht profitabel, ganz gleich ob sie wie im Fall Peoplesoft und Oracle direkt als Dienstleister auftreten oder wie SAP mit Partnern zusammenarbeiten: Laut Tse ergebe sich für die Hersteller wohl eher die Möglichkeit, neue Kunden zu ködern, die nicht eine Million Dollar oder mehr für den Kauf einer eigenen Enter- prise-Resource-Planning-(ERP-)-Lösung ausgeben möchten. Überdies erschlössen sich durch Outsourcing neue Vertriebswege, die mit dem sonst üblichen Lizenzverkauf nicht zu erreichen wären. Für die Anwender dagegen ist Outsourcing ein zweischneidiges Schwert, erklärt Tse. Auf der einen Seite könne man Ressourcen einsparen, gebe auf der anderen Seite aber Know-how aus dem Haus: "Unternehmen fällt es sehr schwer, ihre kritischen Prozesse in die Hand von Dritten zu legen." Aufgaben, die gut ausgelagert werden können, seien die Personalabrechnung, das Datenbank-Management oder die Beschaffung und Auftragsabwicklung für DV-Zubehör. Auch Betriebe, die ihre DV noch nicht auf vierstellige Datumsformate und den Euro umgestellt haben, können mit Outsourcing die Zeit überbrücken, bis diese Arbeiten erledigt sind, so der Vorschlag von Tse.