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18.09.1998 - 

Zweifel über künftige Positionierung bleiben

Oracle schließt erstes Quartal unerwartet gut ab

Die Softwareschmiede steigerte ihren Umsatz um 28 Prozent von 1,4 Milliarden Dollar im ersten Quartal 1997 auf nunmehr 1,7 Milliarden Dollar. Den Gewinn erhöhte Oracle um 30 Prozent auf 195 Millionen Dollar oder 20 Cent je Anteil - das sind vier Cent mehr als Finanzanalysten erwartet hatten. Das Ergebnis wäre noch besser ausgefallen, hätte Oracle nicht im asiatisch-pazifischen Raum einen Geschäftsrückgang von 14 Prozent verschmerzen müssen, der zur Hälfte auf Währungsverluste zurückzuführen war.

Die Company legte im Datenbankgeschäft überraschend um 25 Prozent zu und erwirtschaftete hier einschließlich Produktlizenzen, Tools und Services 1,3 Milliarden Dollar. Der Umsatz mit betriebswirtschaftlichen Applikationen wuchs inklusive zugehöriger Services um 37 Prozent auf eine halbe Milliarde Dollar an. Mit Programmierwerkzeugen nahm Oracle dagegen zwölf Prozent weniger ein als im vergleichbaren Vorjahresabschnitt.

Zwar glaubt unter den Marktbeobachtern noch immer niemand an einen explodierenden Datenbankmarkt, doch überwiegt nun die Meinung, daß für Oracle trotz starker Microsoft-Konkurrenz und geringerer Margen kontinuierliches Wachstum weiterhin möglich sein sollte. Dazu trage bei, daß der Anbieter seine Kosten nun besser im Griff habe als in den vorhergehenden Quartalen. Viele Analysten gaben deshalb Kaufempfehlungen für die inzwischen eher moderat bewertete Oracle-Aktie ab.

Enttäuscht zeigten sich die Beobachter jedoch vom Applika- tionsgeschäft, das deutlich hinter dem von Wettbewerbern wie SAP oder Peoplesoft zurückblieb. Oracle-President Ray Lane kündigte der Konkurrenz trotzdem, so wörtlich, einen "blutigen Kampf" an.

Der nächste große Kaufzyklus im ERP-Markt betreffe die Segmente Supply-Chain-Management und Front-Office-Anwendungen. Oracle sei hier besser positioniert als SAP oder Peoplesoft, verkündete Lane. Auch verfüge sein Unternehmen bereits über eine große Servicemannschaft, die SAP erst noch aus dem Boden stampfen müsse. Viele Analysten halten jedoch SAPs Strategie, von vornherein mit allen wichtigen Beratungshäusern und Dienstleistern zu kooperieren, für intelligenter.