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08.06.2001 - 

Zugriff auf E-Mails und Directories

Oracle schnürt Paket für Mobilfunkanwendungen

SAN MATEO (IDG) - Mit einem Komplettpaket aus Server-Software und Dienstleistungen zum Festpreis will Oracle sein bisher schleppendes Geschäft mit mobilen Unternehmensanwendungen ankurbeln.

Das Bundle wird unter der Bezeichnung "Fastforward Mobile E-Mail and Corporate Directory" vermarktet und soll Anwendern den Aufbau von Mobilfunkanwendungen schmackhaft machen. Es beinhaltet die Wireless Edition des "Oracle 9i Application Server", Produktsupport und die Beratungsdienstleistungen von weltweit zehn Partnerunternehmen, darunter Cap Gemini Ernst & Young und die Europa-Dependance von Hewlett-Packard. Oracle verspricht zudem Implementierungszeiten, die maximal 15 Tage betragen sollen, und berechnet 125 000 Dollar pro 500 "Universal Power Units" (UPU). Letztere sind vom Hersteller verwendete Messgrößen für die Berechnung der Lizenzkosten. Sie ergeben sich aus der Multiplikation der Prozessorzahl mit der Prozessorleistung. Das Ergebnis wird mit einem von Oracle festgelegten Preis pro UPU multipliziert.

Oracles Ankündigung hängt laut Marktbeobachtern mit dem bisher nur schleppend verlaufenden Geschäft mit der Wireless Edition von 9i zusammen. Zwar kann der Hersteller erste Großkunden wie das Telekommunikationsunternehmen Sprint PCS vorweisen, aber insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen hat sich seit dem Produkt-Launch vor gut zwei Jahren wenig getan. Hinzu kommt, dass Oracle sich einer wachsenden Konkurrenz seitens Herstellern von Infrastrukturtechnik wie etwa IBM oder Bea Systems gegegenübersieht, die allerdings ebenfalls mit dem sich nur langsam entwickelnden Markt zu kämpfen haben. Als weiterer Player kündigte beispielsweise Novell dieser Tage die Version 6 seiner Groupware "Groupwise" an, die Benutzern des Personal Digital Assistant "Palm VII" den Zugriff auf ihre E-Mails mit Hilfe der Palm-Clipping-Technik ermöglicht. Microsoft will kommenden Monat weitere technische Details seines "Mobile Information Server" bekannt geben.

Aber auch die Wettbewerber konnten bisher nur wenige Kunden gewinnen. Ein Grund ist, dass selbst grundlegende Anwendungsszenarien wie der externe Zugriff von mobilen Geräten auf E-Mails, heute noch wenig verbreitet sind. Komplexere Anwendungen, die gar den schnurlosen Zugriff auf Systeme für das Kunden-Management oder zur Automation in Verkaufsabläufen (Sales force automation) erlauben, sind die Ausnahme.