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22.12.2006

Oracle überarbeitet Lizenzmodelle

Mit neuen Metriken will der Hersteller die Softwareabrechnung vereinheitlichen und einfacher machen. Noch bleibt allerdings vieles unklar.

Oracle muss seine Lizenzmodelle aufräumen. Mit den zahlreichen Übernahmen der vergangenen Jahre, darunter Peoplesoft mit J.D. Edwards, Siebel und Retek, wuchs neben den Metriken für die eigene E-Business-Suite die Zahl der verschiedenen Abrechnungsmodelle für Software im Hause Oracle. Das machte es für die Kunden schwer, den Überblick zu behalten, gerade wenn sie mehrere Produkte des US-amerikanischen Softwarekonzerns einsetzten.

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Das soll sich in Zukunft ändern. Mit einem einheitlichen Lizenzmodell für alle Applikationslinien verspricht Jacqueline Woods, Vice President für den Bereich Preise und Lizenzen bei Oracle, den Kunden einfachere und flexiblere Metriken für den Softwareeinsatz. Künftig soll es vier Basismodelle geben.

Mehr Klarheit mit vier Modellen

Mit dem "Component Model" können Anwender je nach Bedarf einzelne Softwaremodule aus den verschiedenen Produktreihen in Lizenz nehmen. Der Preis für die einzelnen Komponenten richtet sich in erster Linie nach der Zahl der Nutzer. Oracle lässt allerdings offen, inwieweit andere Metriken zur Preisfindung herangezogen werden können.

Das "Custom Application Suite Model" erlaubt den Kunden, sich ihre eigene Applikationssuite zusammenzustellen. Auch hier sagt Oracle derzeit nicht, auf welcher Basis der Suite-Preis für das Anwendungs-Bundle festgelegt wird.

Beim "Enterprise Applications Model" kommt es nicht auf die Nutzerzahl an. Die Kunden können im Rahmen dieses Abrechnungsmodells die jeweilige Software unbegrenzt im Unternehmen einsetzen. Als Berechnungsgrundlage wird eine individuelle Firmenmetrik definiert, die beispielsweise der Umsatz oder die Zahl der Beschäftigten sein kann.

Darüber hinaus plant Oracle ein spezielles Lizenzmodell für kleine und mittlere Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Dollar. Die Konditionen für das "SMB Model" richten sich vornehmlich nach den Bedingungen der jeweiligen Partner, über die dieses Kundensegment adressiert wird. Oracle kündigte in diesem Zusammenhang nur an, die Partner mit Tools und Services zu unterstützen. Mit welchem Modell die Kunden rechnen müssen, bleibt vorerst im Dunklen.

Kunden könnten bei Softwareanschaffungen zwischen den alten und neuen Konditionen wählen, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Das betrifft jedoch nur die bereits existierenden Anwendungen. Neue Produkte sollen dagegen ausschließlich mit den überarbeiteten Bedingungen angeboten werden.

Bislang liefert Oracle nur spärliche Informationen zu seinen neuen Lizenzmodellen. Damit bleibt der Softwarekonzern vorerst auch den Beweis schuldig, dass es für die Anwender wirklich einfacher wird. Auch der "Software Investment Guide", in dem Oracle online seine Lizenz- und Preismodelle darstellt, ist bislang nicht auf dem neuesten Stand. Offenbar tut sich der Hersteller schwer, seine Preisliste zu überarbeiten. Bereits im Jahr 2005 hatte Oracle-President Charles Phillips eine Reform der Lizenz- und Preismetriken angekündigt. Seitdem hat sich allem Anschein nach nicht viel getan. (ba)