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28.05.2004 - 

Visual-Studio-Entwickler können für Datenbanken des neuen Partners schreiben

Oracle und Microsoft auf Tuchfühlung

MÜNCHEN (CW) - Nachdem Microsoft kürzlich bereits das Kriegsbeil mit Sun Microsystems begrub, hat der Konzern jetzt auch eine Softwarekooperation mit Oracle vereinbart.

Entwickler sollen künftig mit Microsofts Werkzeug "Visual Studio" Programme für Oracles Datenbank schreiben können - ganz offiziell, unter der Hand tun sie das bisher schon. Oracle tritt dazu dem VSIP-Programm (Visual Studio Industry Partner) als Premier-Level-Partner bei. Eine Software zur Integration seiner Datenbank mit "Visual Studio .NET 2003" will Oracle noch in diesem Jahr über seine Website Oracle Technology Network (OTN) zum Herunterladen bereitstellen. Sie soll den Zugriff auf Informationen in Oracle-Datenbanken aus Windows-Anwendungen heraus vereinfachen.

Oracle-Chef Larry Ellison erklärte, darüber hinaus diskutierten seine Firma und Microsoft weitere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit, etwa gemeinsame Werbung für den Einsatz der Oracle-Datenbank unter Microsofts Windows-Betriebssystem. Das wäre durchaus bemerkenswert, denn Microsofts eigene Datenbank "SQL Server" konkurriert zumindest teilweise direkt mit Oracles Produkten. Der Vorschlag für die gemeinsame Werbung sei von Microsoft gekommen, so Ellison, "und das hat mich überrascht". Die Kampagne werde sich auf Oracles Fähigkeiten im Bereich Grid/Cluster konzentrieren, den Microsoft bislang noch nicht adäquat bedient.

Aus Sicht von Analysten reflektiert der Schulterschluss - wie schon im Falle Sun - die Forderungen von Firmenkunden nach mehr Interoperabilität zwischen Produkten verschiedener Hersteller. "Dies bedeutet sicher nicht, dass Bill Gates und Larry Ellison sich gegenseitig Blumen schicken", kommentiert Rick Sherlund von Goldman Sachs. "Sie sind einfach pragmatisch. Sie müssen zusammenarbeiten." (tc)