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10.10.1986 - 

Künftig sollen auch Produkte verschiedener Hersteller unter einen Hut:

Oracle und Uccel setzen auf DV-Integration

STUTTGART/FRANKFURT (CW) - Unabhängig voneinander präsentierten jetzt die Oracle Corporation Europe und die Uccel Software Products einen Ansatz für eine integrierende Software. Dabei sollen auch Produkte fremder Hersteller in ein Informationssystem eingebunden werden können.

Ihr verteiltes relationales Datenbanksystem "SQL-Star" hat die Oracle Corporation freigegeben. Das offene System integriert Unternehmensangaben zufolge sowohl heterogene Computer, Netzwerke und Betriebs-Systeme als auch unterschiedliche Datenbanken zu einem einzigen Informationssystem.

Bei "SQL-Star" brauchten die Benutzer bei einer Abfrage den Ort der Datenhaltung nicht mehr zu kennen; das sei nunmehr Sache des Systems. Geografisch verteilte Daten würden mit einem einzigen SQL-Statement verknüpft.

Die verteilten Query-Funktionen sind verfügbar für die Betriebssysteme VM/CMS von IBM, PC-DOS und für VAX/VMS von Digital Equipment. Für MVS und Unix ist die Verfügbarkeit für das vierte Quartal diesen Jahres geplant. Mit der verteilten Transaktionsverarbeitung sei im dritten Quartal 1987 zu rechnen.

"SOL*Net" als Bestandteil von "SQL*Star" verbinde netzwerkunabhängig heterogene Computer. Darüber hinaus kombiniere das Produkt Oracle-Tools beziehungsweise -Anwendungen mit verschiedenen Remote-Datenbanken. Lokale und Remote-DBMS würden parallel aktualisiert.

Das Unternehmen bestätigte die sofortige Verfügbarkeit der DEC-NET-Schnittstelle, der Asynchron-Protokolle und der 3270-Koax-Verbindungen. TCP/IP wurde für das vierte Quartal 1986 angekündigt; die Unterstützung des MAP-Protokolls ist für das erste Quartal nächsten Jahres geplant.

Kommunikations-Tools, die eine kundenspezifische Erstellung von Protokollschnittstellen zwischen "SQL*Net" und anderen Netzwerken ermöglichen sollen, will das Unternehmen bis zum Ende diesen Jahres fertiggestellt haben. Die Kombination Oracle und SQL/DS sei ab sofort verfügbar; DB2 der IBM komme im November diesen Jahres hinzu. Damit könnten Anwendungen eines Systems auf DB2-, SQL/DS- oder Oracle-Datenbanken anderer Systeme zugreifen. Gateways zu VSAM- und IMS-Systemen seien in der Entwicklung.

Mit "Synova" kündigte die Uccel Software Products GmbH, Frankfurt, ein neues Konzept für die Integration von System-Software für Rechenzentren an. Die wesentlichen Merkmale des Produkts sind auch hier die direkte Kommunikation zwischen verschiedenen Software-Systemen und die Fähigkeit, verschiedene Befehlssprachen und Bildschirm-Menüs zu vereinigen.

Das neue Produkt ist ein Konzept für das Management von IBM-Großrechnern, das nach Herstellerangaben die Produktivität von IBM/MVS-Rechenzentren wesentlich erhöhen kann. Die Integrationsfähigkeit von "Synova" erlaube es den Rechenzentren, alle System-Software-Werkzeuge und Anwendungspakete in eine einheitliche Anwendungsumgebung zu integrieren, so Uccel. Damit entstehe ein einheitliches System, das für den Benutzer so aussehe, als käme es von einem Hersteller. Dies ermögliche für jedes Rechenzentrum maßgeschneiderte Systeme, die den jeweiligen Notwendigkeiten genau entsprächen.

"Synova" wurde innerhalb eines halben Jahres von der Advanced Concept Group von Uccel in Dallas als eine "Strategie für die Zukunft" entworfen. Die Strategie beinhaltet die wesentlichen IBM-Standards wie VTAM für den Zugriff auf Daten, ISPF für die Dialogverwaltung und SNA/LU 6.2 für die Kommunikation zwischen Software-Paketen.

Die Architektur von "Synova" besteht aus den Grundfunktionen, Function-Level-Software und Fusion-Level-Software. Die Grundfuktionen bestehen aus drei Kategorien von Dienstleistungen. Dazu gehören "Session-Services", die die bestehende VTAM-Umgebung eines Benutzers verbessern. Ferner beinhaltet sie Dialog-Dienstleistungen, die dem Endbenutzer ermöglichen, Bildschirmentwürfe herzustellen sowie die Benutzung der Interactiv System Programming Facility ISPF von IBM zu erweitern. Schließlich kommen noch Kommunikationsdienstleistungen hinzu, die eine direkte Kommunikation zwischen Software-Produkten herstellen.

"Synova" ist bereits in USA im Piloteinsatz; Uccel sucht derzeit noch nach deutschen Unternehmen für Beta-Tests. Das Produkt soll Anfang 1987 weltweit auf den Markt kommen. Preis für Deutschland: voraussichtlich um die 200 000 Mark.