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07.12.2004

Oracle will mehr vom Integrationsmarkt

Der Anbieter kündigt neue Pakete an, bleibt aber Details schuldig.

"Die Augen der CIOs leuchten, wenn sie von Oracles Customer Data Hub hören", warb Oracle-President Charles Phillips in seiner Eröffnungsrede zur Open World in San Francisco. Um diese angebliche Begeisterung auf der Kundenveranstaltung zu schüren, kündigte er weitere Data Hubs an. Neben einem "Product Data Hub" soll ein "Citizen Data Hub" Behörden helfen, ihre Daten zu ordnen. Finanzdienstleistern versprach der Oracle-President den "Financial Consolidation Data Hub" und einen "Financial Services Accounting Hub".

Allerdings hören die Oracle-Kunden seit geraumer Zeit von diesen Integrationsplänen. Bereits zur Hausveranstaltung "Appsworld" Anfang dieses Jahres hatte Oracle mit dem Customer Data Hub seine Ambitionen im Integrationsgeschäft angemeldet. Anwender sollen damit in die Lage versetzt werden, Kundeninformationen aus verschiedenen Applikationen in einem zentralen System zu sammeln und in einem vordefinierten Datenmodell zu speichern. Bereits damals kündigte Oracle weitere Data Hubs an.

Viel Neues konnte Phillips der Oracle-Klientel auch diesmal nicht bieten. Zwar ist der Customer Data Hub bereits verfügbar. Einen Erscheinungstermin für die weiteren Integrations-Hubs blieb der Manager aber schuldig. Zuhörer äußerten sich enttäuscht über die Eröffnung der fünftägigen Konferenz. Sie kritisierten vor allem fehlende Informationen zu Produkten. "Das Ganze war eine große, leere Marketing-Veranstaltung", monierte ein Besucher.

Neue Märkte gesucht

Phillips kündigte eine Road-Show durch 14 Städte in Europa, Amerika und Asien an. Ab Januar 2005 will der Datenbankspezialist gemeinsam mit Vertretern von Dell, Intel, Red Hat und Novell den Anwendern erklären, wie sich moderne Datenzentren auf Basis von Standardhardware und Software aufbauen lassen.

Nicht dabei auf dieser Tour ist Hewlett-Packard, obwohl Oracle auch mit diesem Hardwareanbieter den Schulterschluss sucht. Beide Anbieter wollen ab 2005 in Nordamerika vorkonfigurierte Pakete aus HPs Proliant-Servern und einer an die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen angepasste Version von Oracles "E-Business-Suite" anbieten. Oracle-Chairman Jeffrey Henley betonte die Bedeutung des Mittelstandsmarktes. Man müsse neue Segmente erschließen, da die Wachstumsmöglichkeiten im traditionellen Oracle-Geschäft mit Datenbanken für Großunternehmen begrenzt seien.

Zum Thema der Peoplesoft-Übernahme äußerte sich Philips zurückhaltend. Erst einmal sei die Entscheidung von Richter Leo Strine abzuwarten. Oracle möchte mehrere Abwehrmaßnahmen Peoplesofts gerichtlich verbieten lassen. Der Prozess wird am 13. Dezember fortgesetzt.

Nach Redaktionsschluss wollte Oracle auf der Open World ein neues Release seines Application Server sowie ein frisch geschnürtes Business-Intelligence-(BI-) Paket vorstellen. Einen ausführlichen Bericht zu der Veranstaltung und den weiteren Oracle-Ankündigungen lesen Sie in der nächsten computerwoche. (ba)