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26.07.2005

Oracle will sich künftig nach Branchen organisieren

Die Akquisitionen von Retek und Profit Logic für die Retail-Sparte waren erst der Anfang.

Der Datenbankspezialist aus dem US-amerikanischen Redwood Shores plant laut den Worten von President Charles Phillips, seine Organisation stärker an vertikalen Industrien auszurichten. Oracle wolle mit Hilfe von Akquisitionen seinen Marktanteil in bestimmten Branchen stärker ausbauen, erklärte er gegenüber US-amerikanischen Nachrichtendiensten. Dabei habe der Konzern acht Bereiche im Auge. Phillips wollte diese aber nicht näher benennen.

Neben den besagten Akquisitionen sollen auch die eigenen Produkte stärker an vertikale Marktsegmente angepasst werden. Rund um die daraus entstehenden Einheiten soll die neue Organisation wachsen. Dies sei ein längerer Prozess, prognostiziert der Oracle-Manager. Es habe keinen Sinn, schon jetzt Abteilungen für bestimmte Industrien aufzubauen, für die es noch keine Produkte gebe.

Angebote für den Einzelhandel

Den Anfang hat Oracle bereits gemacht. Mit den Übernahmen von Retek und Profit Logic in diesem Jahr hat der Datenbankspezialist seine Geschäfte mit Softwarelösungen für den Einzelhandel gestärkt. Die weitere Strategie werde sich Phillips zufolge auf die Segmente konzentrieren, in denen der Anbieter bereits eine starke Marktposition besitze. Vom Back-Office aus mit den Datenbanken wolle sich Oracle über die Middleware auch im Front-Office bis hin zu den Applikationen bei den Kunden etablieren. In den umworbenen acht Industrien gebe es jede Menge Wachstumspotenzial, hofft der Manager, der auch als treibende Kraft hinter der Anfang des Jahres abgeschlossenen Peoplesoft-Akquisition galt.

Die Preismodelle Oracles ständen derzeit auf dem Prüfstand, berichtete Phillips weiter. Neben traditionellen Metriken wie dem CPU-basierenden Pricing seien künftig Modelle denkbar, die sich an der Zahl der Beschäftigten oder Niederlassungen beziehungsweise Läden orientierten. Man müsse die Modelle an die Bedürfnisse und Eigenheiten der verschiedenen Industrien anpassen. In einzelnen Fällen habe man sich bereits auf alternative Preismodelle eingelassen.

Erst kürzlich hatte der Datenbankspezialist seine Lizenzmetriken für den Softwareeinsatz auf Rechnern mit Multi-Core-Prozessoren geändert. Mussten die Anwender früher für jeden einzelnen Rechenkern eine separate Lizenz kaufen, bemessen sich die Kosten künftig mit dem Faktor 0,75 je CPU-Core. Allerdings erforderte es hartnäckige Diskussionen zwischen dem Oracle-Management, Kunden und Analysten, bis das Modell geändert wurde. (ba)