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30.05.2006

Oracle will Support für SAP-Produkte anbieten

Der Datenbankspezialist reagiert auf vergleichbare Angebote von SAP.

SAP könnte im Rahmen seiner Mysap-Strategie die Unterstützung für die älteren Systeme früher als geplant einstellen - diese Befürchtung wollen die Oracle-Verantwortlichen unter den SAP-Kunden schüren. Zudem würden beim Umstieg auf die aktuelle Mysap-Linie des Konkurrenten neuerliche Lizenzgebühren fällig. Viele SAP-Kunden sehen sich daher nach alternativen Support- und Wartungsangeboten um, so die Einschätzung des Datenbankspezialisten.

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Gemeinsam mit dem Partner Systime Computers will Oracle nun ein entsprechendes Serviceangebot auf die Beine stellen. Systime ist Teil des indischen Systemintegrators CMS Computers Ltd. und beschäftigt rund 8000 Mitarbeiter in 30 Ländern. Die Inder werden demnach Support und Wartung für SAPs R/3-Systeme anbieten. Die Initiative ist Teil von Oracles "One-Stop-Support-for-ISVs"-Programm. Ursprünglich sollten damit die Oracle-Partner in die Lage versetzt werden, die eigenen Produkte besser betreuen zu können. SAP R/3 ist die erste Fremdapplikation, die in das Programm aufgenommen wurde.

Support für die Hälfte

Nachdem Oracle vor kurzem die eigenen Supportangebote ausgeweitet habe, könnten Kunden mit SAP- und Oracle-Produkten in Zukunft mit einem einzigen Serviceanbieter zusammenarbeiten, wirbt Oracle-President Charles Phillips für das Programm. Rund 94 Prozent der SAP-Kunden hätten ihre Systeme noch nicht auf die aktuelle Mysap-Linie migriert. Zudem gebe es viele Kunden, die zwar eine Mysap-Lizenz gekauft hätten, die Produkte aber noch nicht einsetzten. Sollten sich diese Kunden dazu entschließen, auf Oracle-Applikationen zu wechseln, hätte man die notwendigen Supportpartner, um diese Migrationen zu unterstützen.

Oracle ist zuversichtlich, dem Konkurrenten eine Reihe von Kunden ausspannen zu können. Systime sei in der Lage, Support und Wartung für rund die Hälfte des Betrags anbieten zu können, den SAP seinen Kunden abverlangt. Darüber hinaus unterhalte Oracle über sein Datenbankgeschäft enge Kontakte zu SAP-Anwendern: Dem Datenbankspezialisten zufolge basieren weltweit 70 Prozent aller SAP-Installationen auf einer Oracle-Datenbank. Viele Anwender würden darüber hinaus auch Oracles Fusion-Middleware nutzen.

Um diese SAP-Anwender nun auch für die eigene Applikationslinie zu gewinnen, will sie das Oracle-Management mit einem 100-prozentigen Lizenzkredit für einen Umstieg ködern. Letzteres ist jedoch nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr hatte Oracle als Antwort auf SAPs Safe-Passage-Programm die Initiative "Off SAP" gestartet. In diesem Rahmen bietet der Datenbankanbieter schon seit geraumer Zeit finanzielle Vergünstigungen für umsteigewillige SAP-Kunden.

Oracle kontert SAPs Safe-Passage-Programm. Die Walldorfer bieten Migrationsprogramme an, um Oracle Anwender der übernommenen Produktlinien von Peoplesoft, J.D. Edwards und Siebel auszuspannen. (ba)