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20.08.2004 - 

Hersteller will neue Kundenkreise erschließen

Oracle wirbt für CRM und Java

Mit der Einführung der Standardsoftware "Oracle E-Business Suite 11i" hat der Datenbanker nun die enthaltene Suite für Customer-Relationship-Management (CRM) überarbeitet. Ziel der Neuerungen in "Oracle CRM 11i.10" ist es, Prozesse für die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen abzubilden.

So kommt mit der "Audience Workbench" eine Analysesoftware hinzu, die den Zugriff auf Kundeninformationen in den Sales- und Marketing-Modulen der CRM-Software erlaubt. Marketing-Manager können mit ihr mögliche Kunden für ein Up- oder Cross-Selling von Produkten identifizieren und diese Informationen an den Vertrieb weiterleiten, den wiederum die Workbench mit Tools für die Angebotserstellung unterstützt. Eine andere Neuheit ist das Modul "Oracle Sales Coach", das den Vertriebler schrittweise durch den Verkaufsprozess leitet.

Oracles Update kommt zu einer Zeit, da der seit drei Jahren rückläufige CRM-Markt laut Analysen von Gartner erstmals wieder um 3,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar wachsen soll. Oracles Marktanteil beträgt laut den Marktforschern von IDC derzeit 4,4 Prozent, während die Konkurrenten SAP mit 6,7 Prozent und Siebel mit 11,9 Prozent darüber liegen. Allerdings habe Oracle nach Ansicht von Ian Jacobs, Analyst bei Current Analysis, in den letzten Jahren die Konkurrenz technisch eingeholt und verfolge mit dem prozessorientierten Ansatz die richtige Produktstrategie.

Neue Lizenzoption für kleine Installationen

Parallel dazu kündigte der Hersteller mit dem "Oracle Application Server, Standard Edition One" einen Java-Server an, der eine mittelständische Klientel ansprechen und sich für kleine Projekte eignen soll. Das Angebot umfasst neben dem Applikations-Server einen Web- sowie einen Portal-Server. Die Lizenz soll um die 5000 Dollar pro CPU kosten und prinzipiell eine unbegrenzten Benutzerzahl erlauben. Allerdings können maximal nur zwei Server-Instanzen verwendet werden.

Die Standard Edition ist laut Thomas Kurian, Senior Vice President der Application Server Group, Teil der Oracle-Strategie, Anwendern mehr Lizenzoptionen zu bieten. Insbesondere kleinere Unternehmen suchten nach erschwinglichen Angeboten. Diese Einsicht ist allerdings nicht neu. So bewirbt IBM seit gut zwei Jahren eine "Express"-Version ihres "Websphere"-Servers, die für den Mittelstand geeignet sein soll. Einsteigerangebote gibt es auch von Bea Systems. Sun Microsystems überlässt Unternehmen sein gesamtes Infrastrukturportfolio inklusive Java-Applikations-Server für eine jährliche Gebühr von 100 Dollar pro User. (as)