Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Applets kommen ohne SQL-Statements aus


04.09.1998 - 

Oracles Anwendungs-Server bedient Corba und Beans

Der Oracle Application Server (OAS), vormals "Web Application Server", soll noch in diesem Monat auf den Markt gelangen. Das Produkt unterstützt derzeit zwei Objektmodelle: die Common Object Request Broker Architecture (Corba) 2.0 und Enterprise Java Beans.

Außerdem kann die Software via Internet Inter-Orb Protokoll (IIOP) die Transaktionen zwischen Web-Browser und Oracle-8-Datenbanken überwachen. Dazu gehört, daß sich die Sicherheitsmechanismen des relationalen Datenbank-Management-Systems Oracle 8 benutzen lassen. Zudem verfügt das aktuelle Release über Failover- und Recovery-Funktionen.

Um Daten abzufragen, war es in der Vorgängerversion 3.0 des Web Application Servers noch notwendig, SQL-Statements in Java-Applets zu implementieren. Das Update kommt ohne diese Datenbank-Requests aus.

OAS bietet nicht nur Support für Java, sondern auch für weitere Programmier- und Scriptsprachen: C, Cobol, LiveHTML und Perl. Darüber hinaus sollen sich auch die Applikationen und Komponenten aus dem Hause Oracle mit Hilfe der Plattform verteilen und verwalten lassen. Für die Administration bietet die Middleware den Anwendern eine zentrale Konsole.

OAS kostet rund 200 Dollar pro Anwender. Das Produkt ist aber auch als Bestandteil der gerade freigegebenen "JDeveloper Suite 1.1" im Verbund mit "Oracle 8" zu erhalten. Der OAS-Kundenstamm zählt derzeit 2200 Anwender.

Das Oracle-Produkt ist nicht das einzige seiner Art auf dem Markt. Die Analysten von For- rester definieren solche Software als "Server, die Thin Clients unterstützen und eine Reihe von Funktionen für die Softwareverteilung anbieten". So muß es möglich sein, Tausende von Web-Benutzern an die Anwendungen zu hängen. Außerdem soll ein Applikations-Server als Integrationsplattform fungieren, um etwa Legacy-Transaktionen mit Warehouse-Daten, Anwendungspaketen und Web-Inhalten zu verknüpfen. Ferner muß der Server über Management-Qualitäten für die Softwareverteilung verfügen und sollte die Applikationsentwicklung vereinfachen. Schließlich gehört es zu seinen Aufgaben, den Web-Zugang der Anwender zu individualisieren. Laut For- rester genügen auch die Produkte "Microsoft Transaction Server", "Lotus Domino", "Allaire Cold Fusion", "Netscape App Server" und "Netdynamics Application Server" von Sun diesen Kriterien.

Abb: Der Application Server von Oracle soll eine Integrationsplattform für Anwendungen darstellen, die den Einsatz von Thin Clients erlauben. Quelle: Oracle