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23.08.2007

Oracles CRM-on-Demand geht in die 14. Runde

Oracle spendiert seiner mit der Siebel-Akquisition übernommenen CRM-on-Demand-Lösung Web-2.0-Techniken.
Oracle verspricht den Nutzern mit der neuen CRM-on-Demand-Version eine einfachere Bedienung. Das soll kleine Firmen locken.
Oracle verspricht den Nutzern mit der neuen CRM-on-Demand-Version eine einfachere Bedienung. Das soll kleine Firmen locken.

Mit der 14. Version innerhalb von dreieinhalb Jahren will Oracle in erster Linie die Bedienbarkeit, Anpassungsmöglichkeiten sowie die Integration seines Siebel-CRM-on-Demand-Angebots verbessern. Mit Hilfe von Web-2.0-Techniken beabsichtigt der Softwarekonzern, die Produktivität und die Akzeptanz der Nutzer zu erhöhen.

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Oracle zufolge wird die Bedienung der On-Demand-Lösung mit Release 14 einfacher. Demnach benötigten Anwender weniger Navigationsschritte, Mausklicks und Seitenaktualisierun-gen. Zudem könnten die Nutzer Elemente wie Listen und Favoriten frei auf ihrer Seite platzieren und damit ihre Arbeitsoberfläche individuell einrichten.

Des Weiteren soll die neue Version Herstellerangaben zufolge Funktionen bieten, mit deren Hilfe Anwender Prozesse, Daten und Schnittstellen einfacher modifizieren könnten. Die Möglichkeit, Referenzverfahren in das System einzubinden sowie verschiedene Layouts für unterschiedliche Aufgaben zu definieren, komplettiert die neuen Anpassungsmöglichkeiten.

Integration über Fusion

Oracle wirbt außerdem mit verbesserten Integrationsmöglichkeiten für sein neues CRM-Mietangebot. Anwender könnten schnell und einfach Verbindungen zu anderen Business-Applikationen aufbauen. Das On-Demand-Angebot basiert auf der Oracle-eigenen Fusion Middleware. Dafür bietet der Hersteller vorkonfigurierte Integrationspakete, die sich je nach Anforderung erweitern lassen.

Außerdem erhalten Oracles On-Demand-Kunden mit der CRM-Anwendung weitere Zusatzfunktionen. Laut Anbieter sind Analyse-Funktionen sowie ein Data Warehouse in dem Mietangebot integriert. Außerdem können die Anwender ein virtuelles Call Center nutzen, ohne dass sie eine eigene Telefoninfrastruktur aufbauen müssen. Brancheneditionen sollen den Konfigurationsaufwand verringern. Der Konzern verlangt für seine CRM-on-Demand-Lösung 70 Dollar pro Nutzer und Monat.

Oracle konkurriert mit seinem CRM-Miet-Angebot gegen den On-Demand-Pionier Salesforce.com. Dieser hatte erst kürzlich seine Summer-Edition 07 vorgestellt. Teurer als Salesforce.com Mit dem neuen Release integriert Salesforce.com seine Apex-Plattform. Damit sollen Partner und Kunden in die Lage versetzt werden, eigene Applikationen sowie Erweiterungen für die On-Demand-Plattform von Salesforce.com zu entwickeln.

Salesforce.com verlangt 65 Dollar pro User und Monat und ist damit etwas günstiger als Oracle. In das Preisgefüge könnte allerdings bald Bewegung kommen: Microsoft hat angekündigt, mit Kampfpreisen für sein CRM-on-Demand-Angebot auf Kundenfang zu gehen. Inwieweit Oracle hier dagegen halten kann und will, ist derzeit nicht abzusehen. Der Konzern muss außerdem dafür sorgen, dass kleine und mittlere Unternehmen ihre Berührungsängste mit Siebel-CRM-on-Demand verlieren. Die On-Premise-Lösung des CRM-Spezialisten gilt nach wie vor als das umfangreichste Angebot am Markt für Kunden-Management. Allerdings haben die Projekte den Ruf, komplex und vor allem teuer zu sein.

(ba)u