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05.07.2005

Oracles Zukäufe rechnen sich

Bei der Integration von Peoplesoft haben die Manager ein glückliches Händchen bewiesen, wie die jüngsten Zahlen belegen.

Die rasche Integration von Peoplesoft hat viel zum guten Ergebnis unseres Applikationsgeschäfts beigetragen", lobte Oracle-President Safra Catz die eigene Akquisitionspolitik. So lagen die Lizenzeinnahmen von Oracles Anwendungssparte im jüngst abgeschlossenen vierten Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 mit 350 Millionen Dollar deutlich über den Erwartungen der Analysten, die von rund 305 Millionen Dollar ausgegangen waren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet dies eine Steigerung um 52 Prozent. Noch im vorangegangenen dritten Quartal hatte das Anwendungsgeschäft mit Lizenzerlösen von 152 Millionen Dollar enttäuscht.

Den Umsatz mit Datenbanklizenzen hievte Oracle im Vergleich zum vierten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres um 16 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar. Insgesamt verdiente der Softwarehersteller knapp 2,65 Milliarden Dollar im Datenbankgeschäft, zwölf Prozent mehr als vor Jahresfrist. Damit macht dieses Segment immer noch den Löwenanteil des Oracle-Geschäfts aus.

Insgesamt nahm Oracle im vierten Quartal 3,88 Milliarden Dollar ein, 26 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,02 Milliarden Dollar. Damit legte der Profit lediglich um drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Die Verantwortlichen begründeten dies mit den Aufwendungen für die Akquisitionen von Peoplesoft und Retek.

Für das gesamte Geschäftsjahr meldete Oracle einen Gewinn von 2,9 Milliarden Dollar, acht Prozent mehr als im vorangegangenen Fiskaljahr. Die Einnahmen legten um 16 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar zu. Angesichts dieser Entwicklung setzte der Datenbankspezialist seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2005/06 herauf. Statt einem Profit von 64 bis 65 Cent pro Aktie, wie im März 2005 anvisiert, erwarten die Verantwortlichen nun einen Gewinn von 78 bis 81 Cent je Anteilschein. Der Umsatz soll um knapp 20 Prozent auf 14,2 bis 14,4 Milliarden Dollar zulegen.

Um diese Ziele zu erreichen, kündigte Oracle CEO Lawrence Ellison weitere Zukäufe an. Man werde sich sorgfältig in bestimmten Industriesegmenten umsehen. Angesichts der anhaltenden Konsolidierungswelle würden langfristig nur eine Handvoll Softwareanbieter übrig bleiben. Neben Oracle nannte Ellison IBM, Microsoft und SAP.

Analysten warnen derweil, die Oracle-Zahlen zu hoch zu bewerten. Zwar habe der Anbieter diejenigen Lügen gestraft, die ein Scheitern der Peoplesoft-Integration vorhergesagt hatten, bilanziert Jim Shepard von AMR Research. Von einer Trendwende im schwächelnden Softwaremarkt könne jedoch keine Rede sein. (ba)