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29.08.1997 - 

Präsentation von ADSL über ISDN geplant

Orckit kombiniert ADSL-Modem mit zwei Telefonanschlüssen

Orckit Communications Ltd. aus Tel Aviv in Israel stellt neue Merkmale des ADSL-Modems "Orvision" vor. Das Modem soll die Möglichkeit bieten, über eine Kupferdoppelader sowohl ADSL wie auch zwei Telefongespräche gleichzeitig zur Verfügung zu stellen. Dazu benötigt man einen von dem Unternehmen hergestellten Splitter (Frequenzweiche). Orckit sieht einen wachsenden Bedarf von zwei Telefonanschlüssen, der durch die Verbreitung des Internet, heimische Faxgeräte und Teenager-Anschlüsse geschaffen wird. Noch befindet sich diese Technologie allerdings in der Testphase.

Außerdem erlaubt Orvision nach Angaben des Herstellers, ADSL und ISDN über dasselbe Kabel zu führen. Da ADSL nur Frequenzen oberhalb von 25 Kilohertz nutzt, kann unterhalb dieser Grenzfrequenz ISDN übertragen werden. Der ISDN-Splitter von Orckit trennt die verschiedenen Frequenzbereiche. "Mit dem Durchbruch von ADSL über ISDN können Betreibergesellschaften, die in ISDN investiert haben, weiterhin mit ihren Anlagen verdienen", erläutert Dan Arazi, Executive Vice-President bei Orckit, den Vorteil der Lösung. Das Unternehmen beabsichtigt, ADSL über ISDN auf der Messe "Telecom Interctive 97" in Genf vorzustellen. Nach Ansicht von Experten könnten jedoch die Preise für den ISDN-Splitter einen Pferdefuß darstellen.

Weitere ADSL-Neuheiten stammen aus dem Haus Motorola. Der Hersteller erweitert seine "Coppergold"-Produktlinie. Bei Coppergold handelt es sich um eine Sende- und Empfangseinrichtung (Transceiver), die praktisch das Herzstück eines ADSL-Modems ausmacht. Für höhere Protokollschichten ist darüber hinaus eine Steuerungssoftware nötig.

Motorola hat nun die auf Standards basierende "Coppergold Control Software" angekündigt. Diese übernimmt die Steuerung und Überwachung des Transceivers und der ADSL-Verbindung. Sie wurde in C gemäß ANSI geschrieben und ist vom Host-Prozessor und dem Betriebssystem unabhängig, so daß sie in bereits existierende Systeme integriert werden kann.