Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


10.04.2007

Ordermesse Computex naht

Obwohl kleiner als im letzten Jahr, stellte Taiwan wieder die größte Auslandsdelegation auf der CeBIT. Zweitwichtigste IT-Show ist die nahende Computex in Taipeh. Walter Yeh vom Taiwan External Trade Development Council (TAITRA) hält beide Messen für gleich wichtig.

Von Klaus Hauptfleisch

Die Comdex spielt schon längst keine Rolle mehr. Von den großen internationalen IT-Messen bleiben daher nur die CeBIT in Hannover und die Computex in Taipeh, die dieses Jahr vom 5. bis 9. Juni stattfindet und 2008 fast doppelt so groß werden soll. Beide IT-Shows verheißen traditionell kein gutes Wetter: hier die kalten Märztage, dort heftige Monsunregen, welche die drückend schwüle Luft nur wenig zu lindern vermögen. Vielen Taiwanesen wäre daher lieber, wenn man die beiden Termine einfach tauschen könnte.

Nicht nur BenQ schwänzte die CeBIT

Mit offiziell 602 Ausstellern, 98 weniger als im Vorjahr, hat Taiwan auch dieses Jahr wieder die größte Auslandsdelegation auf der CeBIT gestellt. Zusammen mit China und Singapur waren sogar über 1.100 chinesische Aussteller vertreten. Ein Großteil der meist kleinen und mittelständischen Taiwan-Unternehmen tummelte sich wieder an den Gemeinschaftsständen, für deren Organisation der taiwanesische Außenhandelsentwicklungsrat TAITRA zuständig ist.

IFA in Berlin und CES in Las Vegas legen zu

Dass die CeBIT auch für viele Taiwan-Hersteller mittlerweile gestorben ist, lässt TAITRA-Vize Walter Yeh im ChannelPartner-Gespräch nicht gelten. Zusammen mit der Deutschen Messe AG habe man auch schon ein Konzept erarbeitet, um im kommenden Jahr wieder mehr taiwanesische Anbieter nach Hannover zu locken. Nachdem prominente Namen wie BenQ und OEM-Riese First International Computer (FIC) fehlten, andere wie Gigabyte die CeBIT ebenfalls auf den Prüfstand stellen, gab Yeh zu, dass andere Ausstellungen mittlerweile auch in Taiwan mehr an Attraktivität gewonnen hätten. Die Unterhaltungselektronik-Industrie wende sich zum Beispiel der IFA in Berlin oder der CES in Las Vegas zu.

Taipeh lockt Entscheider

Zweitwichtigste Branchenmesse nach der CeBIT bleibe aber die Computex. Über die Auftragsfertigung kontrolliert Taiwan einen Großteil der weltweiten ITK-Industrie, auch wenn die meisten Produktionsstätten mittlerweile nach China verlagert wurden. Versuche der Deutschen Messe AG, die internationalen Hersteller und Einkäufer zur CeBIT Shanghai hinüberzuziehen, sind mehr oder weniger daran gescheitert, dass die meisten Forschungs- und Entwicklungsstätten sowie die Unternehmensführungen sich immer noch in Taiwan befinden. Wie der jüngste Besuch von Michael Dell zeigt, ist die Insel noch immer die erste Anlaufstation der Top-Entscheider von Großkunden. Dell, HP und Co. bestellen jeweils Waren im Wert von mehreren Milliarden Dollar pro Jahr. Allein auf der Computex 2006 wurden Komponenten und Produkte im Wert von 12,5 Milliarden Dollar (CeBIT 2007: elf Milliarden Euro) geordert.

Seit Jahren schon platzt die Messe in Taipeh aus allen Nähten. Mit dem Schwerpunkt Komponenten und Auftragsfertigung ist für ausländische Anbieter kaum Platz. Eine neue Messehalle mit 41.000 Quadratmeter, per Shuttle rund 15 Minuten vom jetzigen Austragungsort TaipehWorld Trade Center entfernt, soll die Zahl der möglichen Standard-Standplätze auf 4.545 fast verdoppeln und die Computex wieder internationaler machen.

Laut Yeh haben sich schon eine Reihe großer Unternehmen aus Amerika und Japan auf die Warteliste setzen lassen. Und damit rechnet er auch mit mehr internationalen Fachbesuchern. Stolz verweist der TAITRA-Vize auf die international anerkannten Erfolge bei der Verbreitung elektronischer und mobiler Services hin. Ziel für 2008 sei der Weg zum U-Taiwan, einer Gesellschaft mit ubiquitärem oder allgegenwärtigem Netzwerkzugriff.