Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.03.1991 - 

Weitere OLTP-Anbieter sorgen für sinkende Preise

Ordine-Transaktionsverarbeitung ist keine Mainframe-Domäne mehr

MÜNCHEN (cw) - Das Geschäft mit Online-Transaktionsverarbeitung (OLTP) bisher eine reine Mainframe-Domäne - ändert sich von Grund auf.

Die Analysten der Yankee Group Europe haben festgestellt, daß den bisherigen Anbietern, vor allem der IBM, aufgrund des Booms für Unix, PC-LANs und Client-Server-Konzepte ernst zu nehmende Konkurrenz erwächst.

Die Yankee-Studie mit dem Titel "On-Line Transaction Processing: Speed-to-Market" beziffert das derzeitig Marktvolumen für OLTP-Produkte auf 35 Milliarden Dollar.

Die jährliche Wachstumsrate soll bei 14 Prozent liegen.

Zwar dominiert der Mainframe-Spezialist IBM bisher noch diesen Markt, doch die Anbieter von Systemen für kleinere Systeme holen rasch auf.

Den Grund für das vermehrte für Auftreten von Anbieter für "LOW-end-OLTP"-Produkte sehen die Analysten in der Umstrukturierung der Datenverarbeitung allgemein. Sie rechnen damit, daß immer mehr technische Barrieren für neue OLTP-Anbieter fallen. So kämen jetzt Produkte für verteilte Client-Server-Umgebungen auf den Markt sowie PC-LAN- und Unix-basierte Produkte. Die Folge sei ein verstärkter Wettbewerb und daraus resultierend höhere Produktqualität bei sinkenden Preisen.

Diese Entwicklung stelle die derzeitige Situation auf den Kopf, die die Studie folgendermaßen umreißt: Online-Transaktionsverarbeitung ist teuer, Großrechner und Software stammen vom selben Hersteller und die Anwender setzen sie nur ein, wo es für den Betrieb unerläßlich ist. Außerdem wagen sie keine Eingriffe in ein System, sobald es einmal problemfrei läuft.

Ganz anders die Zukunft: Die sinkenden Preise, so prognostiziert die Studie, führen dazu, daß OLTP nicht mehr nur für unternehmenskritische Anwendungen auf dem Großrechner eingesetzt wird. Nach und nach erobere sich OLTP die Abteilungs- und PC-Ebene. Die Anbieter proprietärer Produkte könnten sich immer weniger den Anwenderforderungen nach Standards und Features für die Interaktion in heterogenen Umgebungen entziehen. Nur wer mit seinen OLTP-Produkten unternehmensweite Netze unterstützt hat zudem laut Yankee-Group auch künftig noch Absatzchancen.

Bei dieser Prognose stützte sich die Studie auf eine Befragung der fünf größten Anwendergruppen aus den Bereichen Banken und Versicherungen, Industrie, Handel und Regierung. Dabei wurde auch deutlich, wo diese Anwender zusätzliche OLTP-Funktionen erwarten. Dazu gehört, daß die Produkte Teleprocessing-Monitore und Datenbank-Techniken integrieren sollen und sich OLTP-Anwendungen erstellen lassen, um Speichersysteme optimal zu nützen.

Außerdem wünschen sie sich neue Techniken wie grafische Benutzeroberflächen und den Zugriff auf moderne relationale oder objektorientierte Datenbanksysteme.

Schließlich gehen die Marktforscher noch auf einzelne Anbieter ein. Während IBM als Generalist im Mainframe-Bereich genannt wird, ordnet die Studie HP, DEC und Unisys als Spezialisten für verteilte Systeme ein. Kurzbeurteilungen gibt es auch zu den fehlertoleranten System von Tandem und Stratus sowie zu den Datenbank-basierten Produkten von Oracle, Ingres und Sybase.