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17.10.1980 - 

Arbeitsablauf-Spezialisten befassen sich mit Telekommunikation:

Organisatoren organisieren sich

STUTTGART - In erster Linie Hersteller hatten das Wort zum Thema "Telekommunikation" bei einer gut besuchten Veranstaltung der noch jungen Berufsorganisation der Organisatoren, der Gesellschaft Deutscher Organisatoren e. V. (GDO), auf dem Stuttgarter Killesberg. Aber auch Klaus Schütz, Regierungsdirektor am Bundesministertum für Forschung und Technologie (BMFT) war gekommen, um die Vorträge und Diskussionen mit Hintergrund zu bereichern.

Schütz zeichnete in seiner Einleitungsrede ein eher schemenhaftes Szenario der näheren Zukunft mit den Mitteln der prognostischen Statistik. Auch vom "menschlichen" Arbeitsplatz war - wie von einem Mitarbeiter des BMFT nicht anders zu erwarten-die Rede. Mehr Raum hatten anschließend die Referenten der Anbieter IBM, Siemens und Nixdorf. Den Stuttgarter "Heimspieler" SEL oder auch TeKaDe aus Nürnberg gelang es leider nicht für die Referenten-Runde zu gewinnen.

Wer gehofft hatte, daß die Hersteller - nachdem sie brav ihre Produktphilosophien dargelegt hatten - in einen für die Zuhörer erhellenden Disput geraten würden, sah sich enttäuscht. Auch provozierende Fragen aus dem Kreis der Mitglieder stießen auf eiserne Höflichkeit, denn die Hersteller-Vertreter auf dem Podium schienen eine Gentelmen´s Agreement geschlossen zu haben. So geriet die Veranstaltung zu einer breitangelegten Präsentation, die, wenngleich durchaus informativ, so doch zuwenig Reize für Diskussionen und hier speziell für den Vergleich der unterschiedlichen Konzepte anbieten konnte.

Der Veranstaltungstypus soll von der GDO weiter gepflegt werden. Imkommenden Jahr nämlich beabsichtigt der 1. Vorsitzende, Bernd Fliege, vom Software-trächtigen Raum Stuttgart aus Ableger im gesamten Bundesgebiet und in Berlin zu setzen. Fachbezogene Information, Erfahrungsaustausch und Fortbildung, die dazu dienen soll wie es das Stuttgarter Beispiel gezeigt hat - den Organissatoren den Markt der EDV-unterstützten Organisationsmittel etwas übersichtlicher zu machen.

Ein Dorn im Auge der in der GDO organisierten hauptberuflichen Organisierer ist, daß ihre Berufsbezeichnung bislang nicht geschützt werden konnte. "Hinz und Kunz" kann sich "Organisator" nennen und damit vom guten Image der in der Unternehmenshierarchie recht weit oben angesiedelten Arbeitsablauf-Spezialisten profitieren. "Vor allem im Außendienst der Versicherungen nennt sich jeder Organisator", ärgern sich die Herren vom Vorstand und die anderen Mitglieder sicher auch. Denn sie wollen gemeinsam gegen den Mißbrauch der Bezeichnung angehen. Begründung: Die Repräsentanz von Versicherungen hat mit Organisation nicht das geringste zu tun. Die GDO möchte also erreichen, daß "Organisator" eine geschützte Berufsbezeichnung für den hauptberuflichen Organisator wird.

Wer sich dem Verein anschließen möchte, kann dieses sofort tun, ohne für das Jahr 1980 einen Beitrag leisten zu müssen. Ab 1981 sieht das anders aus. Dann will der Vorsitzende Bernd Fliege örtliche Erfahrungsaustauschgruppen bilden und natürlich weitere Mitglieder werben. Das kostet Geld.

Natürlich ist auch der Ablauf des Erfahrungsaustausches organisiert. Die Veranstaltung auf dem Killesberg zeigt es, und die Begleittexte fixieren es, daß den Herstellern auch weiterhin sehr viel Raum für die Präsentation ihrer Systeme gegeben werden wird. Jedenfalls sollen sie in den Sitzungen immer das erste Wort haben.

Ein weiterer Dienst, den die Mitglieder sich leisten können sollen, ist der Zugriff auf zirka 2300 Fachbeiträge und Ausarbeitungen von GDO-Mitgliedern. Bernd Fliege sucht die weiteren Mitglieder hauptsächlich in den Bereichen: Struktur-Organisation, Ablauf-Organisation, Sachmittel-Organisation und last not least DV-Organisation.

Informationen: Gesellschaft Deutscher Organisatoren e. V., Geschäftsstelle Geleener Strasse 39, 7030 Böblingen 1. Telefon 0 70 31/27 64 88.