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03.10.1997 - 

Leserbriefe

Organisatorischer Sumpf

Hat der in der Vergangenheit oftmals genannte Outsourcing-Grund "Konzentration auf das Kerngeschäft" ausgedient, oder suchen wir heute mit dem Argument "Aufbau einer virtuellen IT-Organisation" einen schnellen Weg, überfällige informationstechnologische Korrekturen vorzunehmen?

Nach meinen Erkenntnissen und Erfahrungen erweist sich Outsourcing im Sinne von Facility Management in nahezu allen Unternehmensentwicklungs- und Umwandlungsphasen als nachteilig; der Handlungsspielraum und die Flexibilität werden bei Mehrkosten von 30 bis 100 Prozent eingeschränkt.

Warum erklärt Reemtsma nicht einfach:

Wir beschäftigen in der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH insgesamt nur noch 306 Mitarbeiter (1996) und haben damit die kritische Masse für eine MVS-Infrastruktur verloren. Dem Reemtsma-Konzern gehören zwar weltweit 11657 Mitarbeiter (1996) an, jedoch in über 40 relativ selbständigen Gesellschaften - und Gesellschaften mit durchschnittlich zirka 275 Beschäftigen sind mit der mittleren Datentechnik oder einem PC-Netzwerk bestens bedient. Wir haben einen Partner gesucht, der uns hilft, unsere Informations- und Kommunikationssysteme an die Unternehmensentwicklung anzupassen.

Inwieweit der gewählte Outsourcing-Partner dieser Aufgabe tatsächlich gerecht werden kann, wird die Zukunft zeigen. Ich befürchte, daß sich die "virtuelle IT-Organisation" als organisatorischer Sumpf entpuppt.

Karl Kroner, Unternehmensberater 71019 Böblingen