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17.03.2008

Orientierung auf Prozess-Landkarten

Das "Arcway Cockpit 3" erlaubt ein integriertes Modellieren von Abläufen und Anforderungen. Die so erzeugten Schaubilder sollen das Verbesserungspotenzial deutlicher vor Augen führen.

Nur knapp jedes zweite IT-Projekt erreicht die Geschäftsziele - das gesteht mehr als die Hälfte von rund 1000 IT-Managern ein, die von der Economist Intelligence Unit (EIU) für die internationale Studie "IT at the Speed of Business" im Jahr 2007 befragt wurden. Die große Mehrheit beklagt obendrein zeitliche Verzögerungen, die vor allem auf die Änderungen an den geschäftlichen Prioritäten während des Projekts und auf die mangelnde Koordination zwischen IT und Business zurückzuführen sind.

Zusammenhänge im Blick

Die unterschiedlichen Visualisierungen von Cockpit repräsentieren die Sichtweisen der verschiedenen Beteiligten und sorgen für gegenseitiges Verständnis.
Die unterschiedlichen Visualisierungen von Cockpit repräsentieren die Sichtweisen der verschiedenen Beteiligten und sorgen für gegenseitiges Verständnis.
Foto: Stefan Ueberhorst

Die Firma Arcway, eine Ausgründung aus dem Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik, will solchen Problemen mit einem Landkartenkonzept, das die Zusammenhänge zwischen Geschäftsprozessen, Anforderungen und Systemarchitekturen verdeutlicht, entgegenwirken. Das darauf basierende Werkzeug Cockpit 3 soll auch von Nichttechnikern innerhalb kurzer Zeit bedienbar sein, um Prozesse darzustellen, Schwachstellen aufzuzeigen und die Anforderungen an Soll-Prozesse zu beschreiben.

Beim so genannten Business Process driven Requirements Engineering wird zunächst analysiert, welche Funktionen die für ein IT-Projekt relevanten Geschäftsprozesse erfüllen, welche Personen sie ausführen und welche Daten benötigt werden. Aus den gesammelten Informationen entsteht eine allgemeine Fachlandkarte, die mit der Fachabteilung diskutiert wird. Wo es für das Verständnis notwendig ist, können außerdem detaillierte Prozessmodelle in Form von ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK) erstellt werden. Die IT-Abteilung modelliert schließlich die Systemarchitektur der von dem Projekt betroffenen Anwendungen und Datenbanken in einer Anwendungslandkarte. Die unterschiedlichen Landkarten repräsentieren also die Sichtweisen der verschiedenen Beteiligten und sorgen so für ein gegenseitiges Verständnis.

Intuitive Bedienung

Das Cockpit ist für IT-Projekte in mittleren und großen Unternehmen gedacht. Laut Anbieter ist der Ersteinsatz ohne große Einführung möglich, da die Oberfläche auf eine intuitive Bedienung setzt. Neben den Modelltypen EPK, Fach- sowie Anwendungslandkarten unterstützt das Werkzeug auch die Darstellung von technischen Details mit Hilfe von UML-Modellen (Unified Modeling Language), so dass alle Projektbeteiligten mit unterschiedlichen Sichten derselben Anwendung arbeiten können. Auf diese Weise, so heißt es bei Arcway, entstehen Lastenhefte, die unternehmerische Problemstellungen ebenso berücksichtigen wie IT-bezogene.

Einen Projektüberblick verschafft das modellbasierende Repository, das die Anforderungen und offenen Punkte mit Landkarten und EPKs verknüpft. Durch die Verwaltung von Anforderungen und Anforderungsbeziehungen werden die Abhängigkeiten deutlich, so dass sich die Auswirkungen etwa von nachträglichen Anforderungsänderungen einschätzen lassen. Hilfreich sind dabei zahlreiche Navigationshilfen bis hin zu einer Freitextsuche über Projektinhalte.

Zur Dokumentation geeignet

Für die insbesondere von der Geschäftsleitung geforderte Projektdokumentation ist Cockpit ebenfalls gerüstet: Anwender können ein Projektglossar erstellen und Berichte in den Formaten HTML, Word, Docbook oder CSV generieren. Daten und Beschreibungen, die bereits in Excel abgelegt und für das Anforderungs-Management nutzbar sind, lassen sich in Cockpit importieren. Auch vollständig in einer Excel-Tabelle definierte Prozesse können einfließen.

Für das Frühjahr hat Arcway eine Importfunktion für Geschäftsprozesse angekündigt, die bereits mit Aris, dem BPM-Werkzeug von IDS Scheer, modelliert wurden. Die benötigten EPKs lassen sich dann aus der Aris-Darstellung auswählen und direkt in Cockpit übertragen.

Als Fazit betont Arcway, dass es mit Cockpit möglich sei, ausgehend von den Ist-Prozessen klare und mit allen Beteiligten abgestimmte Projektaufträge zu formulieren. Dies könne sicherstellen, dass die IT-Abteilung budget- und termingerecht arbeitet und das von Geschäftsleitung und Fachabteilung gewünschte Projektergebnis erzielt wird. (ue)

Cockpit-Features im Überblick

Grafische Modellierung von Business und IT

- Darstellung von Prozessen mit EPK;

- integrierte Darstellung von Fach- und Anwendungslandkarten;

- Darstellung von technischen Details mit UML.

Anforderungs-Management

- Aufnahme und Verwaltung von textlichen Anforderungen und Use-Cases;

- Verwaltung und Visualisierung von Anforderungsbeziehungen;

- Anforderungs-Änderungshistorie.

Collaboration

- Offene Punkte anlegen und verwalten;

- automatische Verteilung von Änderungen an alle Benutzer.

Projektdokumentation

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- Individuelle Lastenhefte, Pflichtenhefte, Projektglossar;

- Spracheinstellung Deutsch oder Englisch;

- Generierung von Projekt-Reports.