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31.01.1975 - 

Datenverarbeitung in der Medizin:

Originalabbildungen per Computer

MÜNCHEN - Die Abteilung Nuklear-Medizin im Klinikum Rechts der Isar in München setzt neben sieben anderen Krankenhäusern in Deutschland für die Untersuchung von Patienten mit Herz-, Lungen-, Magen- und Nierenbeschwerden ein sogenanntes "Szintigraphisches" System ein, daß aus einer Kombination von Gamma-Kamera und Datenverarbeitungsanlage besteht. Das von der Intertechnique entwickelte Datenverarbeitungssystem CINE 200 ermöglicht die Registrierung, Speicherung und Darstellung von Aufnahmen einer Gamma-Kamera. Es geht hier darum, zum Beispiel Tumore oder Gewebsveränderurtgen an Körperorganen sichtbar zu machen. Das szintigraphische Bild wird durch den Rechner digitalisiert und kann auf Sichtgerten dargestellt und als "Hardcopy" auf Papier ausgegeben werden, wobei das Bild in Form von alphanumerischen Zeichen oder Kurven geliefert wird. Kernstück des Systems Cine 200 ist der mikroprogrammierbare Kompaktrechner MULTl-20 von Intertechnique. Von diesem Minicomputer gibt es nach Angaben des Herstellers in Europa annähernd dreihundert Installationen.

Das System Cine 200 bietet die Möglichkeit, Daten auf Magnetband und Wechselplatte zu übertragen. Die Architektur des Systems zeichnet sich nicht zuletzt durch eine große Anzahl von Peripherie-Geräten aus, wie zum Beispiel elektrostatische Drucker, Farbdrucker, Farbdisplays, Großbildsichtgeräte, Plotter, Magnet- bandkassette, alphanumerische Tastatur. Durch ein Drucktastenfeld ist die Bedienung des Systems einfach und klar: eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz in der Medizin; denn Ärzte und Krankenschwestern verfügen in der Regel nicht über Spezialkenntnisse in der Datenverarbeitung. Die Software des Cine 200 umfaßt unter anderem die Sprachen Basic und Fortran sowie die von Intertechnique entwickelte Programmiersprache LEM (Laguage of Elementary (Mathematics), die als ein vereinfachtes Basic bezeichnet werden kann.

Der Kaufpreis des Systems Cine 200 liegt je nach Ausbaustufe zwischen 200 000 und 350 000 Mark.

Information: Deutsche Intertechniques, 65 Mainz, Walpodenstr. 10