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02.05.2005

Orion Multisystems baut Personal Supercomputer

Ex-Transmeta-Chef erfindet die Workstation neu.

Orion Multisystems baut Workstations mit bis zu 96 Prozessoren, die noch dazu unter den Schreibtisch passen. Wer nicht so viel Rechenpower benötigt, begnügt sich mit der Zwölf-CPU-Variante, die im ultraflachen Chassis geliefert wird. Orion-Gründer Colin Hunter, ehemals Mitbegründer des Chiplieferanten Transmeta, nennt die neue Gattung "Personal Supercomputer". In manchen Bereichen soll sie herkömmliche Workstations auf PC-Basis ablösen.

Vom Ein- zum Mehrzeller

"Wir erleben in der IT derzeit den Übergang von Einzellern mit einer CPU zu mehrzelligen Organismen mit vielen Prozessoren", konstatiert Hunter. Wenn das Stadium der Multiprozessorsysteme erreicht sei, dann sei der Skalierbarkeit keine Grenze gesetzt: "Dann können Sie von zehn Prozessoren auch auf hundert oder eine Million gehen." Hunter baut die Super-Workstations für Anwender mit rechenintensiven Aufgaben aus den Bereichen Biowissenschaften, Finanzmathematik, Geologie, Ingenieurwesen oder der Medienbranche, etwa für Animationen.

Die Rechner bestehen aus Prozessorkarten mit jeweils zwölf Chips, die als eigenständiger Knoten mit Rechen- und Speicherchips ausgeführt und untereinander geclustert sind. Die Knoten kommunizieren untereinander über Gigabit Ethernet und nach außen über vier 10-Gigabit-Ethernet-Leitungen. Das Tower-Modell enthält acht Boards und soll es auf eine Spitzenleistung von knapp 300 Gigaflops bringen. Dabei kommt der Rechenbolide mit einer regulären Stromversorgung von 220 Volt aus, denn der Hersteller setzt konsequent auf geringe Stromaufnahme.

Als Prozessoren dienen die "Efficeon"-Chips von Transmeta. Für Orion etwas unglücklich, verkündete der Lieferant kürzlich eine Änderung des Geschäftsmodells. Man wolle in Zukunft keine Prozessoren mehr liefern, sondern nur mehr Designarbeiten leisten. Für Hunter ist das allerdings kein großes Problem, denn bis Ende 2006 ist die Lieferung von Efficeon-Chips - inklusive einer Weiterentwicklung - gesichert. Die Prozessorplattform spiele nach seinen Angaben ohnehin keine große Rolle, solange sie x86-kompatibel sei, denn dafür gebe es am meisten Programme.

Gebaut wird die Super-Workstation von Flextronics in den USA. Sollten sich in Europa pro Quartal "mehrere hundert Stück" verkaufen lassen, wird vermutlich auch in Ungarn gefertigt. Der Personal Supercomputer mit 96 Prozessoren, der unter Linux arbeitet, dürfte rund 77000 Euro kosten, die Zwölf-Prozessor-Version weniger als 10000 Euro. (kk)