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23.01.1997 - 

Leserbrief

OS/2 für den Power-Mac?

Apple steckt bis zur Halskrause in Schwierigkeiten: Rote Zahlen in der Bilanz, ein Desaster in der Copland-Entwicklung. Nun ist Nextstep zum Rettungsanker auserkoren. Doch es bleibt viel zu tun, vielleicht zuviel: die Portierung von Nextstep auf den Power-PC, die Einbindung von Opendoc, Java und Apple-Technologien ê la Quicktime sowie die Integration von System 7. Es bleibt schleierhaft, woher Apple den Optimismus nimmt, als Time to market für das Verschmelzungsprodukt aus dem Mac-OS und Nextstep nur ein halbes Jahr anzusetzen.

Dabei gibt es schon heute ein Betriebssystem, das eigentlich über alle wesentlichen Merkmale verfügt: OS/2 für Power-PC, vor genau einem Jahr vom IBM-Management mangels Markt beerdigt, nachdem es gerade fertiggestellt worden war. Das einzige, was zum Mac-OS/2 fehlen würde, wären das Mac-OS-Look-and-feel und die Integration von System 7. Aber die IBM hat ja schon einmal mit der gut funktionierenden Windows-3.1-Unterstützung üben können - unter erschwerten Bedingungen, nämlich ohne Hilfe von Microsoft, wie sie Apple jetzt in Gestalt eines Entwicklungsteams zugute kommt.

Die Integration wäre also möglich. In kurzer Zeit hätte OS/2 mit Millionen Power-Macs eine breite installierte Basis, Apple könnte eine echte Alternative zu Windows NT bieten. Aber vermutlich wird, weil die Microsoft-Konkurrenten nicht zusammenarbeiten, wieder einmal alles zugunsten der Redmonder ausgehen: OS/2 wird langsam in der Versenkung verschwinden und Apple mit sinkendem Marktanteil irgendwann die weiße Fahne hissen.

Matthias Möller, 53119 Bonn