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05.08.1994

OS/2 Open macht in Muenchen halt

MUENCHEN (CW) - Mit ueber fuenf Millionen verkauften OS/2-Lizenzen sieht sich IBM - entgegen den Erwartungen einiger Skeptiker - auf dem bestem Weg, die Akzeptanz des 32-Bit-Betriebssystems auf Intel-Basis durchzusetzen. Allein in den vergangenen neun Monaten wurden drei Millionen Neuinstallationen gezaehlt. Diesen Erfolg verdankt das Unternehmen nicht zuletzt seinen Allianzen mit den PC-Discountern Vobis und seit neuestem auch mit Escom. Der Kritik, es gebe nicht genuegend Anwendungen fuer OS/2, tritt IBM derzeit mit mehreren Applikationsanbietern auf einer Art Roadshow entgegen. Waehrend zweitaegiger Ausstellungen in mehreren deutschen Staedten werden OS/2-Einsteigerkurse angeboten und vor allem Produkte gezeigt.

Eine Zugriffskontrolle nach dem Booten des Rechners bietet die BTB GmbH aus Leinfelden-Echterdingen mit "Access Control" an. Die Passwortidentifikation laesst sich mit einer Anmeldung am LAN Server verknuepfen, so dass mit einer Logon-Prozedur (Benutzer-ID und Kennwort) der Zugang auch zu zentralen Server-Ressourcen hergestellt wird. Darueber hinaus erlaubt Access Control nach der Anmeldung nur die Nutzung derjenigen Programme, fuer die der Anwender autorisiert ist. Da Access Control mit einer eigenen Auswahlmaske startet, in der die freigegebenen Programme aufgelistet sind, kann der Zugang auf die DOS- oder OS/2- Kommandoebene verhindert werden.

Zur Bildverarbeitung unter OS/2 hat die Compart GmbH aus Boeblingen die neue Version 1.10 von "ImpOS/2" vorgestellt. Darin enthalten sind die ueblichen Grafikwerkzeuge wie Pinsel und Airbrush mit einstellbaren Parametern, aber auch exklusive Tools wie ein Finger zur Farbverwischung. Neben zahlreichen Scannern und Kodak Photo-CD unterstuetzt das Update nun auch die Schnittstelle zum CPS Video/ Movie-Blaster als weitere Bildquelle. Die Bildmanipulation bietet Features wie Interpolation, Einstellung von Helligkeit, Kontrast, Farbton sowie Farbsaettigung, freies Drehen, Schaerfen und Weichzeichnen. Die Kompression von Bildern erfolgt nach JPEG.

Die 32-Bit-Textverarbeitung "Describe Word Processor 4.0" der Augsburger Novastar GmbH erlaubt Multithreading und Multitasking, so dass mehrere Funk-

tionen gleichzeitig abgearbeitet werden. Eine Palette aus Smarticons laesst sich frei am Bildschirm positionieren und mit individuell erstellten Buttons erweitern. Ebenso kann die Menueleiste anwenderspezifisch konfiguriert und durch Makros ergaenzt werden. Drag and drop laesst sich laut Anbieter auch auf Textobjekte anwenden. Zur Textverarbeitung mit Dokumentenverwaltung, Woerterbuch und Rechtschreibhilfe gesellen sich ein integriertes Grafikmodul und zahlreiche DTP-Funktionen.

Eine neue Version ihrer C++-Klassenbibliothek "Touch-GUI" hat die Softpro GmbH aus Boeblingen vorgestellt. Release 2.1 enthaelt 140 Klassen, die Unterstuetzung bieten fuer Fenster, Menues, Multithreading, Controls, Dialogboxen und verschiedenes mehr. Ausserdem werden Hilfsklassen zur Speicherverwaltung und Datenmanipulation geboten. Touch-GUI unterstuetzt C++-Compiler von Borland und IBM, Versionen fuer GNU und Watcom werden vorbereitet.

"Quest fuer OS/2" ist ein Autorensystem der Stuttgarter Osys GmbH. Die Software dient der Erstellung von interaktiven Lernprogrammen (Tutorials) und nutzt dabei auch die Multimedia-Funktionen des Presentation Manager. So lassen sich beispielsweise Hilfefunktionen einer Anwendung um interaktive und dynamische Informationseinheiten erweitern. Der Benutzer kann ausserdem eine CUA-Benutzeroberflaeche definieren und simulieren, Programmdokumentationen ersetzen und Animationen erstellen.

Zur Konfiguration und Sicherung einer benutzerspezifischen Workplace Shell haelt die Firma Corporate Info Management aus Groebenzell bei Muenchen die Produktfamilie "Smart-Lock" bereit. Jedem Benutzer wird damit die Moeglichkeit geboten, sich einen aus 255 beliebig konfigurierbaren OS/2-Desktops aufzubauen. Die Manipulationsrechte an den Objekten und der Workplace Shell sind je nach Benutzerprofil eingeschraenkt. Waehrend die Standardversion zur Benutzeridentifikation sogenannte Smart-Karten einsetzt, baut das etwas abgespeckte Lite-Release nur auf User-ID und Passwort auf.

Das interaktive Multimedia-Informationssystem "Immis" von der Athos GmbH aus Sindelfingen ist bereits zur Buerger- und Touristeninformation in Hannover im Einsatz. In einigen Filialen der Lebensmittelkette Kaiser's stehen inzwischen Immis-Konsolen mit Touchscreens, um ueber exotische Fruechte und deren Verwendungsmoeglichkeiten zu informieren. Das Gesamtsystem ist modular aufgebaut und wird zentral gesteuert. Die Einbindung einzelner Module sowie die Erstellung der Menuestruktur und der Aufbau von Bildschirmseiten erfolgt durch Eintraege in eine Datenbank. Als Komplettloesung wird das System an die Beduerfnisse des jeweiligen Auftraggebers angepasst, wobei die Clients in den Filialen via ISDN mit dem zentralen Server kommunizieren.

Die Unterschriftenkontrolle, etwa vor der Abwicklung von Transaktionen in Banken, will die Boeblinger Softpro GmbH mit den Programmen "Sign-Base" und "Sign-Check" unterstuetzen. Voraussetzung ist ein Scanner, der die Unterschriften auf den jeweiligen Formularen digital erfasst sowie die Zuordnung der Signaturen zu den jeweiligen Kundennummern. Mit Hilfe von Editierfunktionen ist eine Vergroesserung sowie die Entfernung stoerender Bereiche bei schwer lesbaren Vorlagen moeglich. Die zentrale oder lokale Verwaltung der Unterschriften und deren Abgleich uebernimmt die Software.