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26.11.1999

OS/2, WINDOWS NT oder Linux - egal!

"Unsere Intention ist es, nicht mehr auf Windows NT umstellen zu müssen." Mit dieser Äußerung überraschte Chief Technology Officer (CTO) Johannes Nagel diejenigen, die bereits seit Jahren darüber reden, ob und wann die Deutsche Bank ihre OS/2-Clients zugunsten eines Microsoft-Betriebssystems (Windows oder Windows NT) aufgeben werde.

Wie Nagel erläutert, experimentiert das mit 90000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von mehr als 1,6 Billionen Mark derzeit größte Bankunternehmen der Welt bereits mit einer IT-Architektur, bei der sich die Frage nach dem Client-Betriebssystem überhaupt nicht mehr stellt: End-user-Maschinen mit limitierter Software-Ausstattung greifen dabei über Browser-Software auf Web-basierte Anwendungen zu.

Diese Technik hat diverse Vorteile. Beispielsweise ermöglicht sie es, die Client-Rechner vom Server aus zu administrieren. Vor allem aber erlöst sie die Anwender aus der Abhängigkeit von der jeweiligen Betriebssystem-Plattform. Obschon noch nicht für geschäftsrelevante Funktionen genutzt, bedeutet diese Technik der Deutschen Bank immerhin eine vielversprechende Option auf die Zukunft. "Wir hoffen, dadurch von der Entscheidung, ob nun NT oder Linux am Arbeitsplatz laufen muß, befreit zu werden", bestätigt Nagel.

Für das System-Management hat eine solche Struktur allerdings wenig Auswirkungen. Dadurch, daß ein Teil der bislang auf die Client-Seite ausgelagerten Systemkomponenten in die Datenzentren zurückkehre, werde zwar die Infrastruktur einfacher, erläutert der Deutsche-Bank-CTO; doch bestehe auch in solchen Umgebungen die Notwendigkeit, jedes einzelne Gerät zu überwachen, um notfalls die Ursache eines Problems zurückverfolgen zu können.