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17.09.1982 - 

US-Firmenboß präsentiert die deutsche PC-Version:

Osborne 1 soll Mikro-Konkurrenz schrecken

MÜNCHEN (ih) - Die Osborne Computer Corp., Hayward, Kalifornien, präsentierte jetzt die deutsche Version des Mikrocomputersystems Osborne 1, Modell QD, in München. Bei seinem Deutschland-Debüt gab sich Firmengründer Dr. Adam Osborne optimistisch. Sein nach eigenen Worten "im Silicon Valley am schnellsten wachsendes Unternehmen" soll 1982 rund 100 Millionen Dollar Umsatz machen.

Angst vor der Konkurrenz hat der selbstbewußte Unternehmer nicht. Die Japaner seien zu unbeweglich, und die Großen der Computerindustrie hinkten zwölf Monate hinterher. Vor 1985/86 erwarte er keine stärkere Konkurrenz, tönt Osborne, und dann könne man ihr mit einem Jahresumsatz von ein bis zwei Milliarden Dollar standhalten. So kennt die Euphorie des amerikanischen "Shooting Stars" keine Grenzen: "Es ist durchaus möglich, daß wir bis Ende 1983 mit unseren Stückzahlen Apple, Commodore sowie Radio Shack Tandy übertreffen und hinter IBM den zweiten Platz einnehmen".

Hierzulande wurden nach Aussagen der Münchner Niederlassung seit Mai 1982 rund 1500 Osborne 1 verkauft. Alle Ein- und Ausgabemöglichkeiten der deutschen Version, die 6400 Mark kostet, seien entsprechend den hiesigen Richtlinien ausgestattet.

Das tragbare Koffergerät wird mit einer Standard-Schreibmaschinentastatur nach DIN 2137 geliefert. Die Osborne Computer Corp. GmbH, München, will bis zum Jahresende rund 5000 Geräte absetzen. Der Personal Computer arbeitet mit einem Z80A-Mikroprozessor, 64 K RAM, zwei eingebauten Diskettenlaufwerken mit je 100 KByte Speicherkapazität, die auf das Doppelte erweitert werden kann. Der fünf Zoll große Sichtschirm lasse sich ohne Probleme über die vorhandene Schnittstelle anschließen.

Dem Benutzer stünden drei weitere Schnittstellen für den Anschluß von Peripheriegeräten zur Verfügung. Für die Datenfernübertragung könnten Akustik-Koppler sowie ein für Anfang 1983 geplantes Telefon-Modem benutzt werden. Das System ist in einem kompakten Kunststoffgehäuse untergebracht und kann als Handgepäck (mit Batteriebetrieb) transportiert werden. Zur Grundausstattung gehören das CP/M-Betriebssystem sowie ein umfangreiches Softwareangebot. Dieses Paket, verkündet der Unternehmensboß, würde auf dem freien Markt allein schon 3400 Mark kosten.