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31.01.1992

OSF: Schlagzeilen statt Lizenzen

Auf der Uniforum-Messe in San Franzisko hat die Open Software Foundation (OSF) den Protagonisten von Unix V.4., allen voran dem Lokalmatador Sun Microsystems, die Schau gestohlen. Gegen die möglichen Konsequenzen eines Mikrokernel-Unix auf der Massenplattform Intel nimmt sich das Sparc-Notebook wie ein Spielzeug aus.

Trotzdem ist die OSF in großer Gefahr, den Anschluß im Unix-Markt zu verlieren. Nach Jahren der Überzeugungsarbeit wollen die Anwender Unix kaufen und einsetzen. Da zeigt sich, daß System an jeder Straßenecke zu bekommen ist, OSF/1 dagegen nur von Digital Equipment. Kurz: Die OSF gewinnt Medienkampagnen, während die Unix System Laboratories die Lizenzen einstreichen. Die Zahl der auf der Uniforum gezeigten Applikationen machte das wieder einmal überdeutlich.

Noch ist der Zug für die Foundation nicht abgefahren. Eine rückhaltlose Unterstützung der Gründerfirmen IBM, DEC und HP könnte dem OSF/1-Betriebssystem durchaus zum kommerziellen Durchbruch verhelfen. Doch die DV-Riesen ziehen es - mit Ausnahme von Digital - derzeit vor, Unix V.4 den Markt zu überlassen.