Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.11.1990 - 

Bis zu 90 000 Dollar für verteilte DV-Umgebung

OSF veröffentlicht Preis für ihr neues DCE-Produkt

MÜNCHEN (CW) - Die Open Software Foundation (OSF) greift den Kunden von Produkt zu Produkt tiefer in die Tasche. Mit Preisen bis zu

90 000 Dollar ist die verteilte Anwendungsumgebung "DCE" die bisher teuerste Software der Unix-Organisation.

Ursprünglich war die Vereinigung als Low-cost-Unternehmen angetreten. Deshalb beläuft sich der Preis für den Quellcode der Motif-Oberfläche, das erste OSF-Produkt, nur auf 1000 Dollar. Das Unix-Derivat OSF/1 wurde dagegen immerhin schon mit 50 000 Dollar veranschlagt.

In der Objektcode-Version ist das Distributed Computing Einvironment (DCE) allerdings um einiges günstiger. So kostet das Toolset "DCE Executive" zur Erstellung von verteilt laufenden Anwendungen je nach Liefermenge zwischen zehn und 75 Dollar. Dieses Teilprodukt verfügt über einen Basis-Fileservice, ermöglicht Remote-Aufrufe von Prozeduren und kann über "Threads" die Vorteile der Parallelverarbeitung von Netzwerkorientierten Programmierumgebungen nützen.

Diese Möglichkeiten werden durch ein Bündel von Features ergänzt, die unter der Sammelbezeichnung "DCE Services" laufen. Directory- und Sicherheits-Service kosten je 400 Dollar, ein gegenüber der Executive-Variante erweiterter Fileservice ist für 500 Dollar zu haben. Die auf dem X.500-Protokoll beruhende Verbindung zu einem weltweiten Direktory-Service läßt sich die OSF mit weiteren 250 Dollar bezahlen. Mit 800 Dollar schlägt die Integration von OS/2- und DOS-PCs in der Klasse der Objektcode-Software am meisten zu Buch. Das Gesamtpaket für rund 2200 Dollar ermöglicht laut OSF den "leichten und sicheren Zugriff auf Daten und Ressourcen in weltweiten verteilten Netzen".

Wesentlich teurer sind die für Software-Unternehmen gedachten Sourcecode-Versionen von DCE. Die drei ersten Lizenzen für das vollständige Paket kosten - inklusive dem Recht, die Objektversion zu vertreiben 60 000 Dollar. Für weitere 90 000 Dollar kann der Käufer eine unbegrenzte Anzahl an Lizenzen erwerben. Ohne die Vertriebsoption liegt der Preis des DCE-Quellcodes bei 15 000 Dollar, wobei dieses Recht für einen Aufpreis von 50 000 Dollar nachträglich gewährt wird.