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27.10.1989 - 

Absage an die herrschenden Individuallösungen

OSI im Bankenbereich: Der Anfang ist bereits gemacht

Das Thema OSI, und hier vor allem die Bereiche Elektronische Post und FTA, stößt bei europäischen Banken auf zunehmendes Interesse. Eduardo Mendozae beschreibt einige der laufenden Projekte.

Beim Projekt EAF - das Kürzel steht für Elektronische Abrechnung durch Filetransfer - soll der Zahlungsverkehr zwischen den Landeszentralbanken (LZB) und deren Zweigstellen einerseits und den Kreditinstituten andererseits mittels Datenkommunikation beschleunigt und effizienter gestaltet werden. In diesem Projekt kommt FTAM erstmals zum breiten Einsatz bei deutschen Banken.

Die Ausgangssituation im Zahlungsverkehr kennzeichnete Heinz Fuchs. Deutsche Bundesbank, wie folgt: "Während innerbetrieblich leistungsfähige Systeme und Netze bei Kreditinstituten und Organisationen eingesetzt werden, wird die zwischenbetriebliche Abwicklung weitgehend mit DTA (Austausch von Datenträgern, Belegen) durchgeführt" (I) Bei Ansitzen zur Datenkommunikation zwischen Instituten und mit Kunden überwiegten individuallösungen, so Fuchs weiter. Beispielsweise würden über zehn verschiedene File-Transter-Verfahren verwendet.

Durch die Verwendung von FTAM im EAF-Projekt strebt die Bundesbank eine vereinheitlichende, herstellerunabhängige Lösung an, die der Systemvielfalt bei den Kreditinstituten gerecht wird (siehe Bild 1). Daß eine solche Lösung nicht utopisch ist, zeigt die stark zunehmende Anzahl von FTAM-Produkten beziehungsweise -Prouktankündigungen.

Von Dezember an nehmen zwölf Kreditinstitute im Frankfurter Raum - darunter die großen Geschäftsbanken - am Pilotbetrieb mit der LZB Hessen teil Bild 2 zeigt die von den beteiligten Banken gewählte technische Lösung. Die Gateways sind notwendig, weil für die meisten Host Rechner noch keine FTAM-Produkte verfügbar sind (IBM's Produkt beispielsweise OSI/FS ist für Mitte '90 angekündigt). Die Mehrzahl der Banken setzt eine Gateway-lösung von Softlab (basierend auf FTAM-Software) ein, weitere Gateways stammen von Digital und Unisys. Einige Banken beabsichtigen später auf komplette Hostlösungen umzustellen. Andere Institute wollen die Gateways behalten beziehungsweise ausbauen, da diese die Entkopplung der innerbetrieblichen Verarbeitung von der Kommunikation "nach außen" ermöglichen. Diese Entkopplung ergibt eine höhere Sicherheit und Flexibilität.

Nach Abschluß des Pilotbetriebs Mitte nächsten Jahres ist die Ausdehnung des Projekts, auf 100 - 200 Teilnehmerbanken im Frankfurter Raum vorgesehen. Danach soll das EAFAngebot flächendeckend auf die anderen Bankenplätze (Landeszentralbanken) ausgeweitet werden.