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27.05.1988 - 

Weiter auf dem eingeschlagenen Migrationspfad:

OSI-Produkt-Produktion bei HP in vollem Gange

NAPOULE/CANNES (CW) - Im Vorfeld des Enterprise Networking Event in Baltimore präsentierte HP in Europa seine Netzwerkstrategie für die nächsten drei Jahre: OSI-Produkte - mit Schwerpunkt im MAP-Sektor - bewiesen Multivendorfähigkeit und portable Anwendungen auf der Basis von X.400.

Zwei neue TOP/X.400-Produktentwicklungen, HP OfficeConnectto-X.400 für DeskManager und NetDelivery mit X.400, sind für HP-Anwender künftig die Basis für den transparenten Austausch von Electronic Mail via X.400 mit jedem X.400-Electronic-MaiI-System, zum Beispiel DECs All-in-1. NetDelivery ist ein Applikations-Programm-Interface (API), das es erlauben soll, auf HP-Rechnern verteilte Anwendungsprogramme zu schreiben, unabhängig davon, ob sie für eine SNA- oder OSI-Umgebung bestimmt sind.

HP pocht darauf, der erste Anbieter zu sein, der ein derartiges Interface zwischen Applikationsprogramm und X.400-Vermittlungssystem auf den Markt bringt: "Benutzer von HP NetDelivery können Applikationen, die jetzt auf TCP/IP, SNA oder anderen herstellerspezifischen Protokollen beruhen, in eine Standard-OSI-Umgebung ohne Programmänderungen übernehmen", wurde präzisiert. Demonstriert wurde in Napoule eine Auftragsbearbeitung via X.400 auf einem DEC- beziehungsweise HP-Terminal (Vectra NewWave). MAP in der Version 3.0 ist in den vier neuen Produkten für den Fabrikbereich realisiert:

- HP MMS (Manufacturing Message Service)-Software, über die Rechner der HP-Serie 9000 mit anderen MAP-kompatiblen Systemen kommunizieren können; Vorteil sei die Reduzierung der Programmierzeit für die Initiierung von Fabrikationsprozessen.

- HP FTAM (File Transfer and Access Method)-Software für den Zugriff auf und den Transfer von Dateien zwischen HP-9000-Rechnern und denen anderer Hersteller; Ziel sei, über gemeinschaftliche Nutzung der Kommunikationsressourcen die Produktivität weiter zu erhöhen.

- Eine intelligente Schnittstellenkarte, die OSI-Express-Map-3.0-Karte, verbindet HP-Rechner direkt mit dem Netz und verfügt sowohl über Anschlüsse für Breitband als auch für Basisband-Verkabelung. Ergänzt wird die Karte, die Ende dieses Jahres zum Preis von zirka 10 000 Dollar lieferbar sein soll, durch ein "MAP 3.0 Nodal Management Facility" bezeichnetes Programm für die lokale Rechner-Initialisierung und Fehlerdiagnose. Die Bezeichnung "OSI-Express" bezieht sich auf die Unterstützung aller sieben Schichten des OSI-Modells mittels dieser Karte und die Einstufung der "HP-Schlüsselkomponente" als "einfacher Wachstumspfad bis hin zur vollen OSI-Funktionalität". Anwendern existierender HP-Netzwerkdienste und TCP/IP-Software soll sie das Umsteigen auf OSI-basierte Netze erleichtern. Als weiteren wichtigen Vorteil der Hochleistungskarte sehen die HP-Entwickler wachsende Performance durch Entlastung des Rechners von den komplexen OSI-Protokollen.

- Neu im MAP-Produktespektrum von HP ist auch der 3.0 Protokoll-Analysator; er ist integrierender Bestandteil von HPs OpenView Netzwerk-Management und prüft den siebenschichtigen MAP-Protokoll-Stack.

Nicht für alle Produkte wurden exakte Termine zur Verfügbarkeit genannt, HP geht jedoch davon aus, daß Ende 1989 der komplette MAP-Standard implementiert sein wird. Nebenstehende Grafiken zeigen die Zeitforstellungen der Company für ihre Migrationsstrategie.

Nur in einer Bemerkung am Rande kam zum Ausdruck, daß HP auch über neue ARPA-Produkte verfügt. Diese seien jetzt für die gesamte Hardwarepalette bis hin zum PC verfügbar.