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31.03.1989 - 

Projekt zur permanenten Vermarktung nach den Regeln von OSI

OSITOP: User üben Nachfragemacht nicht aus

BRÜSSEL (CW) - Ganz im Zeichen der Themen Standardisierung und Projektplanung stand das Jahrestreffen der Anwendervereinigung OSITOP Ende Februar in der belgischen Haupstadt.

Die europäische Anwendervereinigung OSITOP hat sich die Forcierung einer offenen Bürokommunikation auf der Basis der OSI-Standards zur Aufgabe gemacht. Gegenstand der Tagung war deshalb die Vorbereitung eines Projekts zur permanenten Vernetzung von OSITOP-Mitgliedern nach den Regeln der ISO. An dem Projekt ist rund ein Drittel der über 100 OSITOP-Members beteiligt. Die erste Phase der Realisierung gilt der ISO-Norm X.400.

Erste Anwendungen waren auf der CeBIT '89 am Gemeinschaftsstand der Herstellervereinigung EurOSInet und OSITOP zu sehen. Die Demonstration wurde von der europäischen Kommission gefördert. Unter anderem führte OSITOP auf der Messe den Austausch von Geschäftsdaten (EDI) wie Bestellung, Rechnung und Zahlungsauftrag zwischen Kunden, Lieferanten und Banken vor.

Augenmerk gilt der Standardisierung

Neben praktischen Lösungen gilt das zweite Augenmerk von OSITOP der Standardisierung. Die Organisation beteiligt sich aktiv an laufenden Normierungsprozessen. So beschloß das Gremium auf der Tagung beim Problem der Vernetzung von Weitverkehrsnetzen mit lokalen Netzen über X.25, mit dem Joint Technical Committee 1 der ISO/IEC zusammenzuarbeiten, um die Ansicht von OSITOP direkt in die internationale Normierung einfließen zu lassen. Weitverkehrsnetze bieten nämlich nur verbindungsorientierte Dienste an, während LANs in der Regel verbindungslos funktionieren. Deshalb ist die Zwischenschaltung eines sogenannten "Transport-Relais" notwendig, - ein Problem, das derzeit im Joint Technical Committee 1 behandelt wird.

Gegenstand der Konferenz war außerdem der European Workshop

for Open Systems (EWOS), dem OSITOP als Gründungsmitglied mit Sitz und Stimmrecht beiwohnt. Diskutiert wurde die Aufnahme neuer Arbeitsgebiete und deren Priorität. In diesem Zusammenhang wies Harald Nottebohm, Vorsitzender der Arbeitsgruppen darauf hin, daß die Workshops allen Interessenten aus der Industrie zur Mitarbeit offen stehen.

Nottebohm betonte, der Zeitpunkt für den Einstieg in die OSI-Vernetzung sei jetzt gekommen, bedauerte aber das Verhalten der Anwender,

die ihre Nachfragemacht nicht immer klug zu nutzen wüßten, um den Prozeß der Standardisierung und Produktentwicklung voranzutreiben. Eine Kooperation in einer Anwendervereinigung wie OSITOP, so Nottebohm, könne viel bewirken, wie das Beispiel MAP gezeigt habe.

Im Mittelpunkt der Tagung standen die Tätigkeitsberichte der bestehenden vier Arbeitsgruppen

- Standards

- Produkte /Projekte /Migration - Test und Zertifizierung sowie

- Architektur.

Als Produkt ihrer Arbeit legten die Gruppen eine Reihe von Dokumenten im Entwurf vor, die in Zusammenarbeit entstanden und sich mit den Standards X.400 und FTAM befassen.

Ziel dieser Dokumentenreihe ist, den OSITOP-Mitgliedern eine neutrale und umfassende Information über den Stand der Normung, die Funktionalität der Standards, die Verfügbarkeit von Produkten, Test - und öffentlichen Diensten sowie Pilotprojekte und Aspekte der Migration zu geben. Die Serie soll ergänzt und um die Bereiche ODA/ODIF Edifact, Directory-Dienste und Transaction Processing erweitert werden.