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09.03.1990 - 

Marktforscher der TRC rechnen mit Telecom-Boom

Osteuropa winkt Anbietern als lukrativer Absatzmarkt

BOGNOR REGIS (IDG) - Die Reformen im östlichen Europa werden sich stark auf die Telekommunikation auswirken. Einer Studie des britischen Telecommunications Research Centre (TRC) zufolge ist im Osten mit einer Verdoppelung der Ausgaben für TK-Equipment bis Ende des Jahrzehnts zu rechnen.

Die mit dem politischen Umsturz in den sozialistischen Ländern einhergehende wirtschaftliche Liberalisierung wird nach Ansicht von TRC besonders in der Telekommunikation spürbar werden.

Die von den Marktforschern erwartete Entwicklung könnte Osteuropa, so die TRC-Experten, zum wichtigsten Markt für Anbieter von TK-Produkten machen. Bis zum Ende der 90er Jahre prognostizieren sie eine Steigerung der Investitionen um rund 100 Prozent auf geschätzte 32 Milliarden Dollar, vorausgesetzt die neuen Regierungen tragen dazu bei, die mangelhafte TK-Infrastruktur zu verbessern.

Weltweit wird in der Studie mit dem Titel "Die Perspektiven des Weltmarktes für TK-Equipment 1990-2005" ein Wachstum von 65 Prozent vorhergesagt. Demnach würden im Jahr 2000 rund 200 Milliarden Dollar für Telecom-Geräte ausgegeben, gegenwärtig sind es 122 Milliarden Dollar. Im Vergleich zu den 80er Jahren, der Blütezeit des TK-Ausbaus in den westlichen Ländern fällt die Steigerungsrate mit 65 Prozent jedoch geringer aus, weil die installierte Basis im Westen bereits umfangreich und weitgehend auf dem modernsten Stand ist.

Gegenüber der westlichen Welt und Japan bietet der osteuropäische Markt vor allem deshalb ein lukratives Absatzgebiet für Telekommunikations-Produkte, weil die Infrastruktur der Telefonnetze weit schwächer ist. Auf 100 Bürger der UdSSR entfallen laut TRC nur zwölf Telefonleitungen, verglichen mit 23 in Taiwan, 38 in Japan, 45 in der Bundesrepublik 51 in den USA und 65 in Schweden.

Spitzenreiter im Ostblock ist Bulgarien mit 23 Verbindungen pro 100 Einwohner. An zweiter Stelle rangiert die CSR mit 13 Leitungen, gefolgt von Rumänien und der DDR mit zehn. Schlußlicht ist Polen, dessen Infrastruktur nur sieben Verbindungen pro 100 Bürger ausweist. +