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23.08.1996 - 

Anwendungsmontage

OT-Framework: Baugerüst von SNI - Komponentenkleber von Microsoft

Die Entwicklungsumgebung OTF basiert auf der Wissens- und Methodenbank des Microsoft Solution Framework (MSF). Sie enthält wiederverwendbaren Code in Visual Basic und in Form von OLE- Automation-Servern beziehungsweise Dynamic Link Libraries (DLLs), Beispielapplikationen, Verwaltungs-Tools, Architekturvorgaben und Design-Pattern sowie Dokumentationen und Anleitungen.

SNI hofft auf breite Akzeptanz von OFT insbesondere bei den Entwicklungshäusern, die in der Vergangenheit mehr als 200 Zusatzmodule zu der erfolgreichen, betriebswirtschaftlichen Standardsoftware "Comet" gestrickt hatten. Ein funktionsgleiches Softwarepaket entsteht derzeit mit Hilfe von OTF als "ALX-Comet" neu (vgl. CW Nr. 31 vom 2. August 1996, Seite 9: "SNI-Vorstand will den Comet-Erfolg wiederholen").

Architektonisch entspricht das OTF einem Drei-Schichten-Modell, wobei die drei Ebenen User Interface, Business Management und Business Data über OLE-Automation miteinander kommunizieren. Auf diese Weise lassen sich aber auch OLE-Clients von anderen Herstellern in die Anwendungen einbinden und ganze Schichten durch OLE-Services anderer Anbieter ersetzen.

Zirka 50 Prozent des Entwicklungsaufwands einer kaufmännischen Applikation fließen allein in die Programmierung von Oberflächen, schätzt SNI. Zugleich müssen oft Hunderte von Masken über einen langen Zeitraum gewartet werden, so daß die Programmierung und Wartung in diesem Umfeld besonders einfach sein sollte. Der generische Code, bestehend aus Visual-Basic-Klassen, steuert Masken, Menüs, Symbol- und Statusleisten. Neben Cut-and-paste- Operationen soll auch die Kommunikation zwischen den Masken und den Business- beziehungsweise Datenobjekten die Programmierung erleichtern. Eingaben des Benutzers werden zum Beispiel automatisch an die entsprechenden Datenobjekte weitergeleitet, und Änderungen in den Daten bewirken Anpassungen in den Masken. Ein "Form-Tailoring" ermöglicht kundenspezifische Anpassungen der Masken, ohne daß die Applikation neu kompiliert werden muß.

Die Hauptaufgabe der Business-Management-Schicht besteht darin, die Objektbäume, die vom User Interface benötigt werden, zu erstellen und zu verwalten. Dabei lassen sich logisch in Beziehung stehende Klassen in einem Cluster zusammenfassen. Ein Objekt kann nur von anderen geändert werden, die zum gleichen Cluster gehören. Für den rein lesenden Zugriff stellt OTF Browse-Objekte bereit.

Der Business Data Layer übernimmt den Aufbau und die Verwaltung von Geschäftsobjekten, die Generierung von SQL-Statements, einfache Plausibilitätsprüfungen, die Steuerung von Software-Locks und Optimistic Transactions, den Zugriff auf das Data-Dictionary sowie die Implementierung eines Domain-Konzepts, wo die Eigenschaften und Funktionen der Objekte hinterlegt werden.

Auf der Client-Seite unterstützt OTF, das im September auf den Markt kommen soll, die Microsoft-Plattformen Windows 95 und Windows NT, auf der Server-Seite Windows NT und das SNI- Betriebssystem Sinix.