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05.09.1997 - 

Thema der Woche/Sommer kündigt Gebührensenkungen an

Otelo erhöht den Druck auf die Telekom

Ulf Bohla, Vorsitzender der Geschäftsführung von Otelo, verkündete auf der IFA, sein Unternehmen wolle "die Telekom auf der ganzen Breite des Marktes herausfordern". Dem folgte die Kampfansage, die Tarife der Telekom nach der im Januar 1998 erfolgenden Liberalisierung des Telefonmarktes um 15 bis 20 Prozent zu unterbieten.

Telekom-Boß Sommer reagierte prompt und ließ gegenüber Journalisten in Berlin durchblicken, daß auch sein Unternehmen an Preissenkungen denke. Im Hinblick auf die Streitigkeiten der Telekom und ihrer Mitbewerber um den Zugang zur letzten Meile sprach Sommer von einer "drohenden Enteignung", die die Leistungsfähigkeit der Telekom zu beeinträchtigen drohe.

Dies sieht die Konkurrenz hingegen anders: Nach Ansicht des Otelo-Managements liegen die von der Telekom verlangten Interconnection-Gebühren um das Dreifache über den international üblichen Tarifen von zwei Pfennig pro Gespräch. Dennoch ist Bohla zuversichtlich, daß der Start im nächsten Jahr dadurch nicht gefährdet wird. Je nachdem, welche Einigung mit der Telekom geschlossen werde, leide aber möglicherweise die "Startgeschwindigkeit" seines Unternehmens im liberalisierten TK-Markt.

Unterdessen ist es Otelo gelungen, seine Position gegenüber dem Bonner Rivalen zu stärken. Die Energieversorger RWE und Veba, deren gemeinsame Tochter Otelo ist, haben Anteile des Thyssen-Konzerns am Mobilfunkanbieter E-Plus übernommen. Nach Aussagen von E-plus erhält Thyssen für seine Beteiligung von 30,125 Prozent runde 2,3 Milliarden Mark. Otelo hält jetzt mehr als 60 Prozent der Anteile an E-plus, dem nach Mannesmann und T-Mobil drittgrößten Mobilfunkbetreiber in Deutschland. Jetzt sucht das Unternehmen allerdings noch einen starken internationalen Partner.