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13.08.1976 - 

PDP-8 steuert Röntgenbild-Konfektionierung

Oualitätskontrolle per Minicomputer

Die Rationalisierung von Produktionsverfahren ist wie überall auch bei der

Filmherstellung ein Gebot der Stunde. Alle Maßnahmen zur Automatisierung von Produktions- und Arbeitsabläufen haben die Erhöhung der Produktqualität und Produktionsgleichmäßigkeit zum Ziel. Die Automation von Produktionsprozessen wird heute zunehmend durch den Einsatz von Minicomputern verwirklicht.

NEU ISENBURG - Die Du Pont de Nemours (Deutschland) GmbH steuert in ihrem Werk Neu Isenburg die Verarbeitung von Röntgenfilmen, die auf Filmgießmaschinen hergestellt werden, mit einer PDP-8 von Digital Equipment.

Die Konfektionierung umfaßt im wesentlichen das Längs- und Querschneiden von Filmbahnen auf die jeweils verlangten Fertigformate und die anschließende Verpackung der Fertigformate in voretikettierte und vornumerierte Köcher für 50, 100 oder 125 Blatt sowie eine kontinuierliche und eine diskontinuierliche Qualitätskontrolle durch Entnahme von Probeblättern zur externen Qualitätsprüfung.

Die als Probe bestimmten Filmblätter werden am Ende der Konfektionierungsanlage rechnergesteuert in ein dafür vorgesehenes Probenfach ausgeworfen. Die sogenannte Gutproduktion, Fertigfilme also, die alle Qualitätskontrollen ohne Beanstandung durchlauben haben, und die wegen Materialfehler zurückgewiesenen Blätter werden ebenfalls in die vorgesehenen Fächergeführt.

Kontinuierliche Verarbeitung

Zur Konfektionierung wird eine Filmbahn zunächst aus dem Rollenlager abgerufen, in schmale Bahnbreiten entsprechend den verlangten Film-Fertigmaßen zugeschnitten und aufgespult. Danach kommt die Filmrolle in die Querschneideanlage. Dort werden zunächst in der Klebestation mehrere Filmrollen aneinander geklebt, damit die Verarbeitung kontinuierlich weiterlaufen kann, auch wenn mehrere Filmrollen nacheinander zu verarbeiten sind. Die Klebestellen werden später bei der Qualitätskontrolle des Films in der Inspektoreinheit erkannt.

Anschließend gelangt der Film in die Inspektoreinheit und wird dort über seine ganze Breite und Länge von beiden Seiten einer Prüfung unterzogen. Diese Einheit der Querschneideanlage gibt Informationen über eventuell erkannte Fehler im Film an die PDP-8 weiter, die am Ende der Konfektionierungslinie das Sortiergerät steuert und die einzelnen Filmblätter je nach Ergebnis in die entsprechenden Fächer leitet. Die als Probe ausgewählten Filmblätter werden danach einer manuellen Prüfung unterzogen. Nach der Inspektoreinheit kommt der Film in den eigentlichen Querschneider, wo er auf die gewünschte Länge zugeschnitten wird.

Bildschirm in der Dunkelkammer

Der zur Steuerung der Konfektionierung installierte Prozeßrechner PDP-8 besteht aus 16 K-Worte Hauptspeicher, sechs digitalen Ein-/Ausgabe-Steckkarten, einem Matrixdrucker DECwriter LA 30 zum Ausdrucken von Meldungen sowie einem Bildschirm-Terminal VT05, das zur Steuerung der Konfektionierungsmaschine herangezogen wird - Meldungen von Fehlern beispielsweise und andere Informationen können für betriebliche Zwecke nicht auf dem Drucker erscheinen, weil die bei der Filmkonfektionierung herrschenden Lichtverhältnisse zum Lesen nicht ausreichen. Alle wesentlichen Daten des betrieblichen Ablaufs werden vom Drucker protokolliert. Die Eingabe erfolgt über Tastatur, zum Laden und für Programmänderungen ist eine Magnetbandeinheit mit Doppellaufwerk installiert. Zur Spannungsüberwachung werden Analog-/Digitalwandler eingesetzt. Ein Teletype ermöglicht bei Wartungsarbeiten; das Ausdrucken von Fehlermeldungen sowie die Abfrage anderer Betriebsdaten.

Nur Verpackung manuell

Die Steuerung durch den PDP-8-Mini setzt in der Inspektoreinheit der Querschneideanlage ein und umfaßt den gesamten Konfektionierungsablauf bis zur Steuerung des Sortiergerätes beim Füllen der Fächer. Hat sich eines der Filmfächer mit der verlangten Blattzahl gefüllt, so wird es von Hand geleert. Anschließend wird der Filmblattstapel in einen Polybeutel und den vornumerierten und voretikettierten Kartonköcher verpackt.

Durch die konsequent durchgeführte Rechnersteuerung wird garantiert, daß nur Filme mit genau definierten Daten in die voretikettierten Köcher verpackt werden. Sollte die Untersuchung einer Probe einen Materialfehler ergeben, so kann ohne weiteres auf Grund dieser Daten entschieden werden, daß innerhalb bestimmter Nummernbereiche die Köcher nochmals zu prüfen sind, damit nur einwandfreies Material in den Verkauf gelangt. de