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11.01.2002

Outsourcer erstarken

Joachim Hackmann IT-Services

Die IT-Dienstleistungsbranche wird sich in diesem Jahr auf das altbewährte IT-Outsourcing konzentrieren, denn hier erwarten Marktforscher eine rege Nachfrage. Das Angebotsspektrum ist breit gefächert (Desktop-, Rechenzentrums-, Applikations-, Netz-, EAI-, CRM-Outsourcing etc.), und überall dort, wo interne IT-Abteilungen standardisierte Leistungen nicht zu Marktpreisen erbringen können, sind die Service-Provider im Spiel. Die stärkere Nachfrage führt nicht zwangsläufig zu höheren Preisen, da auch die Anbieterzahl wächst. Große Konzerne formen aus ihren IT-Shops eigenständige Unternehmen, die sich am Markt beweisen sollen. Außerdem treten mit Accenture, Pricewaterhouse- Coopers, Cap Gemini Ernst & Young sowie CSC Ploenzke eine Reihe etablierter Player mit neuer Energie und verstärktem Aufwand an.

Die Anstrengung der Anbieter in dem bislang wegen seiner schmalen Margen oft verschmähten Geschäft ist zugleich Beleg dafür, dass die IT-Dienstleister für das Projekt- und Beratungs-Business in naher Zukunft wenig Hoffnung haben. Hier gilt es, das Jahr möglichst schadlos zu überstehen und sich um die bereits angestoßenen Projekte der Kunden zu bemühen. Zum Teil wird dies nur über Einbußen beim Honorar geschehen können, denn in Rotstiftzeiten dürften auch kostengünstige Anbieter wie Zeitarbeitsfirmen und Offshore-Programmierer zu Konkurrenten erwachsen.

Im Markt für das Application-Service-Providing (ASP) und seine vielfältigen Ausprägungen schreitet die Bereinigung des Angebots voran, das Modell der Mietsoftware ist aber alles andere als tot. Immerhin beziffert die Butler Group das Potenzial dieses Geschäfts auf europaweit 2,9 Milliarden Dollar im kommenden Jahr (zum Vergleich: Outsourcing-Anbieter setzen im gleichen Zeitraum 27,5 Milliarden Dollar um). Die Verlagerung zu vertikalen Märkten, also der Vertrieb von Branchensoftware via Netz, und zu Nischenanwendungen wird anhalten. Von den horizontal aufgestellten reinen ASPs dürften nur wenige ein sorgenfreies Jahr erleben. (jha)