Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.12.1994

Outsourcing - Arbeitsteilung in der Datenverarbeitung. Varianten, Verfahren, Wirtschaftlichkeit

Heinz Streicher, Computerwoche Verlag GmbH, Muenchen 1994, 101 Seiten, 298 Mark

Der Autor erlaeutert, wie einige grosse Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Outsourcing definieren. Daneben stehen die Ergebnisse einer Befragung von DV-Experten, die im wesentlichen folgende Vorstellungen mit dem Begriff verbinden: Auslagerung aller zentralen Aktivitaeten der Informationsverarbeitung, Uebertragung der Verantwortung fuer die informationstechnische Infrastruktur, den Betrieb des Rechenzentrums durch ein externes Serviceunternehmen und den Zukauf von Verarbeitungsleistungen. Zusaetzlich eroertert Streicher die am meisten genannten Ziele einer als "Outsourcing" verstandenen organisatorischen Entscheidung und unterlegt diese Darstellung mit Beispielen.

Nach den Definitionen geht es um Outsourcing in der Praxis. Anhand mehrerer groesserer Projekte, darunter der Zusammenarbeit zwischen Kloeckner-Humboldt-Deutz (KHD) und dem Outsourcer EDS, erlaeutert Streicher typische Verlaeufe, Chancen und Schwierigkeiten der Auslagerung. Im Vordergrund steht vielfach die Systemintegration, der der Autor ein eigenes Kapitel widmet.

Der sich daran anschliessende Teil fasst Vor- und Nachteile des Outsourcings grundsaetzlich zusammen. Stehen etwa geringere Kosten und Personalprobleme auf der Seite der Aktiva, so gehoeren Wettbewerbsrisiko und Know-how-Verlust zu den Risiken fuer das auslagernde Unternehmen. Kapitel zu Wirtschaftlichkeitsfragen, Vertragsgestaltung und aktiven Outsourcing-Anbietern runden das Buch ab.

Der Verdienst und Nutzen des Titels gegenueber inzwischen sehr vielen Veroeffentlichungen und Vortraegen zum Thema liegt in der gleichermassen uebersichtlichen wie neutralen Darstellung einer alternativen Strategie der Datenverarbeitung. Der Leser erhaelt Informationen, mit denen er die alte Schluesselfrage "make or buy" objektiver als bisher beantworten kann. Im Vordergrund stehen Fakten und nicht Akquisitionsinteressen von Unternehmen, die Outsourcing-Dienstleistungen verkaufen wollen.