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29.06.1990 - 

Marktvolumen wächst zweistellig

Outsourcing: Die Preisvorteile wiegen die Risiken zumeist auf

FRAMINGHAM (IDG) - Die Nachfrage nach Outsourcing. Leistungen steigt stetig. Die kalifornische Input Ltd. mit Sitz in Mountain View prognostiziert für 1994 ein Marktvolumen von 12,8 Milliarden Dollar.

Laut Input wird der mit der Ausgliederung von DV-Services erzielte Umsatz in den kommenden vier Jahren um jeweils 13 bis 18 Prozent wachsen. Auf diese Weise soll sich das Gesamtvolumen des Marktes für externe Planungs-, Management- und Operation-Leistungen zwischen 1989 und 1994 verdoppeln.

Als Beweggrund für ihre Entscheidung zum Outsourcing gaben die von der "Computerworld" befragten Kunden zumeist Kostenreduzierungen an. Mangels Vergeichsmöglicheiten ließen sich die Einsparungen jedoch nicht in konkrete Zahlen ausdrucken.

Ihre Erfahrungen bezeichneten die Anwender überwiegend als zufriedenstellend. Allerdings stünden den Vorteilen des Outsourcing auch Risiken gegenüber. Eine der Fußangeln, in die der Kunde leicht trete, sei der Verlust der Kontrolle über seine Datenverarbeitung. Dazu Herbert Chaplin, Vice-President für den Bereich Information Systems bei der American Ultramar Ltd. in Tarrytown, New York: "Der Anbieter mag das Help-Desk bedienen, aber der Anwender darf die Verantwortung für das Problem-Management nicht aus der Hand geben."

Genau hier liegen die Gründe dafür, daß die NHP Inc. mit Sitz in Washington D.C. ihre zeitweilig nach außen vergebene Datenverarbeitung kürzlich zurück ins Haus holte und darüber hinaus den Outsourcing-Partner Electronic Data Systems Corp. (EDS) vor Gericht brachte. Erläuterte Leslie Burke, bei NHP für den MIS-Bereich verantwortlich: "Wenn eine Organisation die Kontrolle über ihren IS-Bereich verliert, ist Outsourcing der Weg des geringsten Widerstandes. Und dann passiert dem Outsourcing-Partner genau dasselbe.. ."

Ein kritischer Faktor für die Erhaltung der Kontrolle ist die Entscheidung darüber, welche Bereiche für ein Outsourcing geeignet sind und welche nicht. Als ungeeignet für eine Ausgliederung bezeichnete Fred Cisewski, MIS-Director bei der Bank South in Atlanta, beispielsweise die Anwendungsentwicklung, die allgemein als wettbewerbsentscheidend eingestuft wird. Cisewski: "Anwendungen sind das, was uns von anderen Banken unterscheidet; abgesehen davon sind wir alle gleich."

Wenn es sich um große Projekte handelt, so erhält im allgemeinen keineswegs der preisgünstigste Anbieter den Zuschlag. Einer der Gründe dafür ist mit Sicherheit die lange Laufzeit solcher Verträge, die zumeist auf fünf oder gar zehn Jahre festgeschrieben sind. Wichtiger als der Preis, so die Anwender, sei die Überzeugung, daß das externe Unternehmen seine Sache mindestens genausogut machen werde wie der Kunde selbst. Für kleinere oder weniger strategische wichtige Projekte spielt der Preis schon eher eine Rolle.