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24.04.2007 - 

Kolumne

Outsourcing führt zu Entlassungen

Mit Outsourcing erzielen Unternehmen nur dann wirklich Spareffekte, wenn die bisher mit der ausgelagerten Aufgabe betrauten Mitarbeiter entweder mit neuen Tätigkeiten beauftragt oder entlassen werden. Alles andere ist ökonomisch nicht sinnvoll. Schließlich muss die eingekaufte Leistung bezahlt werden. Woher sollen die benötigten Mittel kommen, wenn nicht durch Personaleinsparung? Daran ändert auch der Hinweis auf den strategischen Anspruch eines Outsourcing-Projektes nichts. Die bisher aufgewendeten internen Ressourcen müssen ökonomisch gesehen ganz oder zumindest teilweise abgebaut werden. Alles andere ist Augenwischerei.

Deshalb müssen Unternehmen, die IT-Aufgaben auslagern, nicht nur die Kosten für die eingekaufte Leistung berücksichtigen, sondern auch den nötigen Personalabbau berechnen. Mitarbeiter solcher Unternehmen sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie ihren Job verlieren können, wenn in ihrem Arbeitsbereich Outsourcing-Pläne ausbaldowert werden. Und selbst wenn sie - was heute nur noch eingeschränkt der Fall ist - vom Outsourcer übernommen werden, dann immer öfter zu schlechteren Bedingungen, wie das Beispiel A&O zeigt (siehe Seite 1). Da hat zwar ein Outsourcer von Field-Services andere Dienstleister gekauft, aber das Prinzip ist das gleiche: Um auf eine ordentliche Marge zu kommen, muss gespart werden - und das geht im Dienstleistungssektor vorrangig beim Personal.

Ob man das nun gut oder schlecht findet, ist eine Frage der Perspektive. Fakt ist allerdings, dass sich Unternehmen und Mitarbeiter auf das Thema Outsourcing als einen wichtigen Teil des globalen Wirtschaftens einstellen müssen. Die weltweite Arbeitsteilung schafft immer mehr Möglichkeiten, auch IT-Aufgaben bei definierter Qualität an einen möglichst preiswerten Dienstleister zu übergeben. Was heute auf Anwenderseite oft noch als eine Frage der Philosophie und des Geschäftsmodells behandelt wird, dürfte in ein paar Jahren ökonomische Notwendigkeit sein. Den Mitarbeitern bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. Das bedeutet vor allem zwei Dinge: Sie müssen in ihrem Arbeitsbereich ständig auf der Höhe der Zeit bleiben, damit sie im Fall der Auslagerung und des eventuellen Jobverlusts attraktives Know-how vorzuweisen haben. Zweitens sollten sie in ihrer Karriereplanung möglichst in die Bereiche der IT vordringen, die nah am Business sind.

Diese Kolumne finden Sie auch im Blog der computerwoche unter blog.computerwoche.de. Dort können Sie Ihre Meinung abgeben und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.