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Studie der Meta Group


20.09.2002 - 

Outsourcing: In Deutschland überwiegt die Skepsis

MÜNCHEN (CW) - In Deutschland gibt es nach wie vor Vorbehalte gegen das IT-Outsourcing. Daher schaut die Branche gespannt auf die Deutsche Bank. Verläuft deren Auslagerungsvorhaben erfolgreich, könnte dies Signalwirkung für weitere Finanzinstitute haben.

Bislang hat noch keine deutsche Großbank einen Outsourcing-Auftrag über ein Volumen von mehreren Millionen Euro und einer langfristigen Bindung unterschrieben. Die Deutsche Bank übernimmt daher mit ihrem Outsourcing-Projekt eine Vorreiterrolle und sieht sich prompt enormen Bedenken der IT-Mitarbeiter gegenüber.

Einer aktuellen Umfrage der Meta Group unter 686 deutschen Unternehmen zufolge herrscht auch in anderen Häusern Skepsis vor. 71 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie derzeit noch keine Dienstleister für den IT-Betrieb beschäftigen und dies auch vorerst nicht planen.

Selektives Outsourcing bevorzugt

Vor allem dem Komplett-Outsourcing stehen die Verantwortlichen misstrauisch gegenüber. Sie fürchten die Abhängigkeit vom Dienstleister, Kompetenzverlust und Qualitätseinbußen. Daher tendieren viele dazu, nur Teilbereiche der IT auszulagern und externe Services als Ergänzung zur eigenen IT zu beziehen. Die kleine Gruppe der Befürworter (29 Prozent der Befragten) berichtet hingegen von guten Erfahrungen mit dem Outsourcing. Sie haben, so die Interpretation der Meta Group, Kosten ohne Qualitätseinbußen einsparen können. Insgesamt rechnen die Marktforscher mit einer jährlichen Wachstumsrate von 13 Prozent.

In den USA sind die Aussichten noch besser. Dort erwarten die Analysten der Meta Group ein Jahreswachstum von 20 Prozent. In den Jahren 2003 und 2004 werden den Verfasser der US-amerikanischen Studie zufolge vornehmlich Services für das Applications-Management von Externen nachgefragt. Ab dem Jahr 2006 soll sich das Bild hin zu branchenspezifischen Lösungen wandeln. (jha)