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01.11.1996 - 

Netz-Management/

Outsourcing ist eine zweischneidige Strategie

"Während in einer Rechenzentrum-regierten Welt die DV-Budgets noch kostenkritisch erstellt und verfolgt werden, werden in der dezentralen DV-Welt mit ihren lokalen Netzwerken meist nur die Anschaffungskosten für die Netzkomponenten wie PCs, Konzentratoren, Router, Server und Switch-Systeme nachvollzogen. Und dies auch nur, wenn zentral geordert wird. Die laufenden Betriebskosten gehen hingegen in den Fachbereichsbudgets sang- und klanglos unter", so beschreibt Michael Rudolphi, bei der Unternehmensberatung Andersen Consulting GmbH in Sulzbach verantwortlich für den Bereich West Europe Strategy Service, einen Widerspruch.

In dieser Situation laufen die Firmen zusehends Gefahr, die Kontrolle über ihre DV-Kosten zu verlieren. Um welche Dimensionen es dabei geht, macht eine Studie der Gartner Group deutlich. Danach muß ein Unternehmen für ein lokales Netzwerk mit 700 Teilnehmern jährlich immerhin 2,3 Millionen Dollar aufwenden.

73 Prozent davon sind Personalaufwand und entstehen beim Betrieb des Netzes, so bei der Betriebssystem- und Anwenderunterstützung (33 Prozent), bei der Netzwerkverwaltung (13 Prozent) und als versteckte Kosten in den Abteilungen (27 Prozent). Gerade die versteckten Kosten können noch wesentlich höher ausfallen, warnt das amerikanische Marktforschungsinstitut, wenn in den Abteilungen unsachgemäß am System hantiert wird.

"Den Unternehmen fehlt es generell an Transparenz der DV-Kosten", stellt auch Walter Gora, Geschäftsführer der Management- und Technologieberatung Gora, Hecken & Partner in Sulzbach, fest. Noch alarmierender sieht für ihn die Situation in Behörden aus. Hier kann er nicht einmal im Ansatz eine Kostenverfolgung oder gar Kostentransparenz erkennen.

Gora: "Meist werden die anfallenden Aufgaben im Netz von Mitarbeitern nebenher erledigt - Mitarbeitern, die in den Abteilungen eigentlich ihren produktiven Tätigkeiten nachgehen sollten. Im Falle eines normalen Netzbetriebs mag diese unorthodoxe Vorgehensweise noch gutgehen. Im Fehlerfall oder bei erheblichen Störungen im Netz zeigt sich aber schnell, daß das Personal mit dieser Aufgabe restlos überfordert ist."

Und das dicke Ende, was die Kosten angeht, steht den Unternehmen noch bevor. Jürgen Fiedler, Berater bei der Kienbaum & Partner GmbH in Düsseldorf, geht davon aus, daß mit der zunehmenden Verteilung von Daten und Anwendungen im Netz bald 40 Prozent der Netzwerkkosten außerhalb der DV-Abteilung entstehen, ohne in den Unternehmen transparent zu werden.

Netzwerkkosten sind weitgehend unbekannt

Denn die geeigneten Controlling-Instrumente, mit denen sich auf diesen Innovations- und Komplexitätsschub reagieren läßt, sieht er in den Unternehmen noch in weiter Ferne. "Denn obwohl Sinn und Notwendigkeit eines Netzwerk-Controlling in den meisten Firmen unumstritten sind, herrscht aufgrund der steigenden Komplexität und ständigen Neuerungen im Netz wenig Klarheit über Inhalte, Methoden und Instrumente, um den Kostenverursachern im Netz auf die Spur zu kommen und im Budget dingfest zu machen."

Bei der Lufthansa AG beispielweise hat man mittlerweile mit einem eigens dafür aufgebauten Konzern-Informations-Management auf das Kostendilemma sowie den Systemwildwuchs im Netz reagiert und interne Strategien für die DV-Abteilungen, Fachbereiche und Gesellschaften des Unternehmens entwickelt. Sie sollen dabei helfen, der wachsenden Komplexität des Netzes und der damit einhergehenden dauernd steigenden Kostenflut Herr zu werden.

Das Credo von Meinhard Holle, Leiter SAP-Produkt-Management bei der Lufthansa AG in Frankfurt: "Die richtige Strategie im Netz beginnt mit Leitlinien und Standards, die den Weg zu geringeren Kosten und einer höheren Effektivität im Netz ebnen." Dazu gehören Leitlinien unter anderem für die Dokumentation und Namenskonventionen, aber auch DV-technische Standards.

Die Lufthansa hat Microsoft-Produkten, SAP/R3-Programmen in den Bereichen Rechnungswesen, Materialwirtschaft und Personalwesen, TCP/IP im Unternehmensnetz und Unix als offener Rechnerplattform im Client-Server-Umfeld die Rolle interner Standards zugedacht.

Doch was Konzerne wie die Lufthansa noch aus eigener Kraft bewältigen, kann in kleiner dimensionierten Unternehmen, vor allem in mittelständischen Firmen, in einen geschäftsbedrohenden Kraftakt ausarten. Hier schlägt die aufwendige Strategiearbeit ebenso wie jede neue Systeminvestition und jeder neue Systemspezialist im Verhältnis zur Betriebsgröße besonders kräftig zu Buche.

Gerade mittelständische Betriebe stehen unter Druck. Eigene Netzwerkspezialisten sind teuer. Sie lassen sich für ihre interne Tätigkeit fürstlich honorieren. Und je spezieller die eingesetzten Techniken, um so mehr muß für den Einsatz eines eigenen Netzwerkgurus hingeblättert werden. Die Bandbreite liegt zwischen 130000 und 250000 Mark pro Jahr, inklusive Nebenkosten. Einmal eingearbeitet, sind Netzwerkspezialisten jedoch die ersten, die wieder gehen - abgeworben von der Konkurrenz oder Carriern, die schon mal mit Traumgehältern locken. Das Nachsehen hat das Unternehmen, das nun wieder neues Personal zeit- und kostenaufwendig schulen muß.

Vor diesem Hintergrund stellt sich selbst für Konzerne mittlerweile die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, das Netzwerk komplett in Eigenregie zu planen, zu installieren und vor allem zu betreiben. Die Lufthansa AG etwa hat für Entwicklungen, Dienste und zur Mitarbeiterunterstützung im Lufthansa-Netz bereits 1994 die Firmentochter Lufthansa Systems GmbH gegründet.

Der Elektrogerätehersteller Braun AG hat den Betrieb des internationalen Weitverkehrsnetzes, in das neben dem Hauptsitz in Kronberg 40 Business-Units von Gilette eingebunden sind, an einen weltweit agierenden Carrier delegiert.

Hülsta lagert immer mehr aus

In den Werken in Norwegen nutzt man die lokalen Netzwerkdienste von Hewlett-Packard. Ansonsten baut die Braun AG auf feste Consulting-Verträge für unterschiedliche Projekte im lokalen Netzbereich.

Die Hülsta-Werke GmbH & Co. hat schon Anfang 1995 die Betreuung des Weitverkehrsnetzes, das Werke in Stadtlohn, Heek und Ottenstein sowie vier Zulieferfirmen verbindet, im Rahmen eines TDN-Vertrags (Telekom Designed Network) komplett an die Deutsche Telekom übertragen. "Wir gehen bereits dazu über, PCs und Netzwerk-Server von externen Dienstleistern in unser Netz integrieren zu lassen, statt selbst Hand anzulegen", erklärt Matthias Hayk, Betreuer des Fachgebiets Netzwerke und PC-Anwendungen bei den Hülsta-Werken.

Für die nahe Zukunft kann er sich durchaus vorstellen, daß Hülsta den Service für sämtliche Hardware in den lokalen Netzen an einen externen Dienstleister überträgt. "Die Dienstleistung könnte auch die Einführung neuer Betriebssysteme im Netz wie Windows 95 oder Windows NT beinhalten."

Auch der Gerling-Konzern setzt auf externe Dienste. Dazu hat man für das Weitverkehrsnetz einen Servicevertrag mit der Vebacom Service GmbH in Köln und der Deutschen Telekom AG geschlossen: "Über sieben Tage in der Woche und rund um die Uhr - mit einer Reaktionszeit von maximal vier Stunden, was mit eigenem Personal nicht möglich gewesen wäre", betont Robert Hein, Gruppenleiter Datenkommunikation beim Gerling-Konzern, Gesellschaft für Informations-Management und Organisation mbH in Köln.

Die partielle Hinwendung im Gerling-Konzern zum externen Dienst kommt nicht von ungefähr: "Wir sind überzeugt, daß der externe Service, der letztlich auch die Endgeräte im Netz wie PCs, Drucker und Server einbeziehen sollte, unsere DV-Kosten senken wird", so Hein weiter. "Die Tatsache, daß wir bei Vertragsverhandlungen mit externen Dienstleistern das Vertragsvolumen unseres Konzerns in die Waagschale werfen können, verhilft uns zu zusätzlichen Einsparungen."

Die Prognosen der Marktforscher geben spiegelbildlich die Hinwendung der Unternehmen zum Outsourcing wieder und prognostizieren einen florierenden Outsourcing-Markt. Der soll laut dem Markforschungsinstitut Input in Deutschland bis zum Jahr 2000 um 23 Prozent, in Europa im Schnitt um 19 Prozent wachsen. Zur Jahrtausendwende soll im Outsourcing-Markt europaweit ein Umsatz von 13,3 Milliarden Dollar erzielt werden.

Dabei verwundert es nicht, daß immer mehr Anbieter im externen Dienst ihr Geschäft der Zukunft wähnen, allen voran die Carrier und Service-Provider, von denen viele mit ihren Dienstleistungen in den lokalen Netzbereich vordringen. Michael Rudolphi von Andersen Consulting: "Was liegt näher, als beim Kunden, der eine Mietleitung ordert, hinter der Weitverkehrsverbindung auch das lokale Netz zu planen, zu liefern und zu warten?"

Von fixen zu variablen Kosten

Gerhard Sundt, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb und Leiter des Konzerngeschäftsfelds Systemlösungen bei der DeTeSystem Deutsche Telekom Systemlösungen GmbH in Frankfurt, nennt eine ganze Reihe von Vorteilen, die ein Unternehmen erhält, wenn es externe Netzwerkdienste in Anspruch nimmt: "Die hohen Fixkosten für den Einsatz neuer Systeme und Techniken werden über den externen Dienst zu niedrigeren, variablen Kosten. Zudem bekommt der Kunde über den Dienstleistungsvertrag eine garantierte Leistung, die er gegebenenfalls einklagen kann." Weil die Kosten im Netz vom Anbieter im einzelnen aufgeführt würden, könnten in den Unternehmen außerdem die versteckten DV-Kosten endlich transparent und wie Ausgaben anderer Firmenbereiche kostenstellenbezogen budgetiert und verfolgt werden.

Einen weiteren Pluspunkt betont Mark Akass, Vice-Präsident Business Support des Dienstleisters Scitor Ltd.: "Mit einem kompetenten Dienstleister erschließen sich den Kunden Wege zu innovativen Techniken und Diensten, die viele Firmen ansonsten aus eigener finanzieller und personeller Kraft gar nicht beschreiten könnten."

Auch Thomas Mecke, Vorstandsmitglied der RWE Telliance AG, wirbt mit dem Argument der steigenden technischen Komplexität für die durchgängige Dienstleistungskette seines Unternehmens: "Schnelle Technologie- Innovationen verkürzen den Lebenszyklus von Systemen und Anwendungen. Nicht nur, daß sich dadurch Rentabilitätszeiträume verringern. Damit fällt den Unternehmen auch die Entscheidung über neue Netzwerktechniken zusehends schwerer, weil mit kürzeren Zyklen zwangsläufig das Investitionsrisiko steigt. Ein externer Anbieter kann hier wichtige Hilfestellung leisten."

Den Versprechungen besser nicht glauben

Carrier, durch die Bank Neulinge im lokalen Netzbereich, müssen ihre Leistungsfähigkeit aber erst noch unter Beweis stellen. Robert Hein vom Gerling-Konzern hat da seine Zweifel: "Ich kenne derzeit niemanden - inklusive der Deutschen Telekom - der ein Kundennetz effektiv managen könnte." Dementsprechend überwacht und verwaltet man bei Gerling das Netz selbst.

Noch stößt die LAN-Offerte der Carrier auch bei der Braun AG auf wenig Gegenliebe. "Auf einen qualitativ hochwertigen Dienst im lokalen Netz durch den Carrier werden die Unternehmen wohl noch einige Zeit warten müssen", vermutet Tobias Frank, Leiter Network and Communication Technologies. "Außerdem registrieren wir bei Vertragsgesprächen einen überzeugenden Elan, der leider bei der Diensterfüllung abrupt nachläßt."

Matthias Hayk von den Hülsta-Werken sieht zwischen propagiertem Carrier-Dienst und Realität ebenfalls noch eine große Kluft: "Es ist äußerst schwierig, einen Carrier zu finden, der in einer heterogenen Netzwerkwelt unterschiedliche Topologien, Betriebssysteme und Client-Server-Anwendungen beherrscht. Zudem sind die in Rechnung gestellten Mannkosten noch zu hoch, um den Betrieb des Netzes in aller Breite an externe Dienstleister zu übertragen." In vielen Netzbereichen ließen sich diese Aufgaben mit eigenem Personal immer noch kostengünstiger bewältigen. Darüber hinaus seien die Reaktionszeiten der Anbieter gerade für Unternehmen, die im ländlichen Bereich angesiedelt sind, noch zu lang.

"Die Carrier sind heute nur eingeschränkt in der Lage, Dienstleistungen im Kundennetz zu erbringen", attestiert Berater Walter Gora den ins lokale Netz vorpreschenden Newcomern. "Sie sind zunächst einmal mit strategischen Allianzfragen, der Personalsuche, der Integration von neuen Mitarbeitern sowie dem Aufbau der Weitverkehrsinfrastruktur beschäftigt."

Auch daß die Servicequalität vertraglich zugesichert ist, hilft nur bedingt weiter. Was nützt einem notfalls ein langwieriges Gerichtsverfahren, um sein Recht einzuklagen, wenn Geschäftsprozesse im Netz bereits nach wenigen Tagen auf der Kippe stehen und womöglich sogar das Überleben der Firma gefährdet ist?

Kienbaum-Mann Jürgen Fiedler sieht das Problem der Carrier vor allem darin, daß es ihnen derzeit an einem hinreichenden Beweis für einen verläßlichen Dienst am Kundennetz fehlt. Er traut ihnen aber durchaus zu, mit ausreichenden Kapazitäten und Ressourcen im Markt mitzuhalten. Dennoch sieht er Hard- und Software-Anbieter wie IBM und EDS den Outsourcing-Markt dominieren.

Bei der EDS Holding GmbH in Rüsselsheim nimmt man solche Komplimente gern entgegen. Horst Gräber, Vorsitzender der Geschäftsführung von EDS: "Wir positionieren uns als Wertschöpfungspartner, der mit Branchenkompetenz zunächst Geschäftsprozesse analysiert und optimiert und erst dann technische Aspekte diskutiert. Der ganzheitliche Ansatz ist unser Vorteil."

Auch bei IBM scheint die Outsourcing-Strategie aufzugehen. Vor kurzem hat Big Blue gemeldet, man habe im Outsourcing-Geschäft weltweit bereits in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 5,1 Milliarden Dollar Auftragsvolumen mehr akquiriert, als im gesamten Jahr zuvor. Da waren es noch vier Milliarden Dollar. Solche Zahlen scheinen die Überlegenheit großer Outsourcer zu belegen.

Doch auch der klassische Outsourcer ist nicht in jedem Fall der geeignete externe Dienstleister. "Klassische Outsourcer sind zwar kompetent in den Bereichen Rechenzentrum und Anwendungssysteme, bringen aber nur wenig Erfahrung im Telekommunikationsbereich mit. Ein erheblicher Nachteil in einer Zeit, in der lokale Netze und Weitverkehrsverbindungen immer stärker verschmelzen", meint Berater Gora. "Zudem mangelt es den klassischen Outsourcern heute an der Bereitschaft und an der Kapitaldecke, in einen aggressiven Wettbewerb beispielsweise mit milliardenschweren Energieversorgern wie RWE zu treten."

Auch in puncto flächendeckender Service haben viele Klassiker Probleme: "Bei traditionellen Outsourcern fehlt es oft an der Service-Mannschaft, um bundesweit vor Ort beim Kunden in Aktion zu treten", so Rudolphi von Andersen Consulting. "Zum Aufbau einer flächendeckenden Serviceorganisation greift man meist auf regionale Partner zurück. Damit geht etwas von einer zentralen Qualitätssteuerung verloren."

Also hat das Unternehmen bei der Auswahl des richtigen Outsourcing-Partners die Qual der Wahl. Hinzu kommt, daß speziell Carrier und Service-Provider ihr Dienstleistungspaket so individuell schnüren, daß ein Kosten- und Leistungsvergleich zwischen den Anbietern fast unmöglich ist. Unternehmensberater Fiedler von Kienbaum & Partner rät Firmen in dieser Situation, erst einmal ihre Hausaufgaben zu machen und ihr aktuelles Netz und ihren künftigen Bedarf im Netz zu durchleuchten.

Als Werkzeug dazu empfiehlt er die integrierte Kommunika- tionswertanalyse (siehe Abbildung). Parallel dazu sollten sich die Unternehmensverantwortlichen Fragen über die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken des eigenen Informationssystems stellen.

Nach der integrierten Kommunikationswertanalyse und einer strategischen Bewertung werde deutlich, in welcher Bandbreite sich Outsourcing für das Unternehmen lohnt. Im Fokus der externen Dienstleistung können das Weitverkehrsnetz, das komplette Router-Netz, das PC-Netzwerk, das gesamte Netzwerk oder das Informationssystem mit den Anwendungsprogrammen - insgesamt oder in Teilen - stehen. So vorbereitet, kann es an die Auswahl des passenden Anbieters gehen.

Angeklickt

Fluch oder Verheißung? Von Systemherstellern und -anbietern als Garant für den Unternehmenserfolg mystifiziert, verliert das Netzwerk mittlerweile zusehends seinen Zauber. Schuld daran sind vor allem die hohen Betriebskosten, die wie ein Fluch auf dem Firmenbudget lasten. Noch lebt der Mythos, weil die tatsächlichen Kosten im Unternehmensnetz bis heute in der Komplexität der Systemtechnik untergehen. Doch werden sie erst transparent, könnten Firmen aller Couleur und Größen vom eigenen Netz allmählich Abschied nehmen. Klassische Outsourcer und neuerdings auch Carrier offerieren ihre Leistungen. Die Anwender sind jedoch zu Recht skeptisch.

*Hadi Stiel ist freier Journalist in Bad Camberg.