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26.07.2002 - 

IT-Outsourcing/Kommentar

Outsourcing - nichts für Schnellschüsse!

Riem Sarsam Redakteurin CW

In wirtschaftlich schlechten Zeiten wird der Ruf nach der Auslagerung bestimmter IT-Funktionen stets lauter. Kosteneinsparungen, Besinnung auf Kernkompetenzen, keine unnötige Suche nach Fachpersonal, immer auf dem neuesten Stand der Technik: Die Liste der Argumente ist lang und verführerisch.

Prinzipiell tun Anwenderunternehmen jedoch gut daran, nicht vorbehaltslos den Versprechungen der IT-Dienstleister und -Berater Glauben zu schenken und sich vor vorschnellen Entscheidungen zu hüten. Auch gut gemeinte Ratschläge von "Experten" - sei es zur Auswahl des passenden Outsourcing-Partners oder zur Frage, welche Aufgaben überhaupt extern übernommen werden sollen oder wie Verträge zu gestalten und zu behandeln sind - helfen nur bedingt weiter. Zu gerne verschweigen die Befürworter von IT-Outsourcing die Nachteile, die mit dem Thema verbunden sind.

Beispiel Kostenreduzierung: Kurzfristig mag sich durch die Auslagerung einzelner Prozesse (und Mitarbeiter) so mancher Euro einsparen klassen, langfristig sieht die Rechnung durch entsprechende Vertragslaufzeiten oft anders aus. Ganz zu schweigen von der Flexibilität: Milliarden wurden in den vergangenen Jahren für das so genannte Customizing unternehmenskritischer Software ausgegeben. Kann ein Dienstleister die teuer erkaufte "Individualität" so ohne weiteres garantieren?

Aber auch bei den Anwendern liegt einiges im argen. Kein Prozess kann nach außen gegeben werden, wenn das Unternehmen ihn nicht genau definieren kann. Auch über die Kosten der bislang intern verrichteten Arbeiten müssen sich die Verantwortlichen im Klaren sein. Und nicht zuletzt sollte die Frage der Kernkompetenz noch einmal auf den Prüfstand. Schließlich ist das E-Business nicht tot, sondern kommt erst jetzt substanziell in die Gänge. Die IT als reinen Kostenfaktor zu betrachten, dürfte daher - wie schon so oft - zu kurz gegriffen sein.