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16.02.2007

Outsourcing-Show ohne Tiefgang

Viel Allgemeines, wenig Konkretes - kritisiert Berlecon den Themenpark auf der CeBIT.

Analyst Andreas Stiehler kritisiert, die "Positionierung der CeBIT sei auch ein halbes Jahrzehnt nach dem Platzen der Dotcom-Blase für die meisten Besucher unklar". Um der desorientierten Ungefährheit einer Messe wie der CeBIT gegenzusteuern und um sich gegenüber fokussierten Wettbewerbern auf dem Messemarkt zu behaupten, könnte man, so Berlecon, "einen aktuellen Trend aufgreifen und interessierten Kunden dazu eine Orientierung" bieten.

Die CeBIT-Macher unternähmen solche Versuche auch durchaus. Der Sonderbereich "Outsourcing Services" der diesjährigen CeBIT in Halle 8 beispielsweise sei aber wieder "zu generisch, zu unfokussiert".

Mit einem Hang zum Polemischen beantwortet sich Berlecon-Mann Stiehler die Frage selbst, was den interessierten Besucher in Halle 8 erwarten wird. Unter dem Schlagwort "Outsourcing Services" würden sich "wieder zahlreiche ausländische IT-Dienstleister aus Indien, Russland oder Papua-Neuguinea versammeln, um die Standortvorteile ihres jeweiligen Landes anzupreisen". T-Systems werde als Premiumsponsor des integrierten Outsourcing-Solution-Forums über Möglichkeiten des Bezugs von IT-Dienstleistungen aus der Steckdose referieren. Zudem biete die CeBIT "auch einige Rechtsanwälte auf, die über Fallstricke bei großen IT-Auslagerungsvorhaben aufklären wollen".

"Unfokussierter geht es kaum"

Stiehler fragt sich, was Offshore-Dienstleister, T-Systems und Rechtsanwälte abgesehen vom Dachbegriff Outsourcing thematisch miteinander verbindet. Man müsse sich vielmehr die Frage stellen: "Was ist eigentlich Outsourcing?". Wer darauf eine einfache und eindeutige Antwort erwarte, der werde enttäuscht. Im weitesten Sinne ließen sich unter Outsourcing nämlich alle extern erbrachten IT-Dienstleistungen fassen, so Stiehler.

Die CeBIT-Macher würden zur Klärung des Begriffs Outsourcing aber keine Hilfestellungen leisten. Berlecon zitiert als Beleg Beiträge von der Homepage der Deutschen Messe: "Im Mittelpunkt steht die Wertschöpfung - die Konzentration auf die Kernkompetenz im Unternehmen bedeutet Qualitätsvorteile zu erzielen! Der Bedarf an externen IT Dienstleistungen wächst stetig - bedingt durch die Fokussierung auf effiziente Prozesse im Unternehmen!". Kommentar Berlecon: "Unfokussierter geht es kaum."

Stiehler schlägt vor, die CeBIT sollte sich in dem Ausstellungsbereich Outsourcing auf einen einzelnen Aspekt konzentrieren. Stiehler: "Ein mögliches Thema könnte zum Beispiel der "Internationale Bezug von IT-Dienstleistungen" sein". Dieser Ansatz könnte, so Stiehler weiter, den Kunden Orientierung bieten, was unter den häufig propagierten globalen Liefermodellen und Marketingslogans wie Rightshoring, Best und Intelligent Sourcing zu verstehen sei.

"IT aus der Steckdose" wäre ebenso ein interessantes Thema für einen Sonderbereich. Hier könnte Besuchern demonstriert werden, was tatsächlich hinter Konzepten wie "On Demand Computing" und "Software as a Service" steckt - und inwieweit sie heute bereits realisierbar sind. (jm)