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21.04.2006

Outsourcing: Viel Potenzial bleibt noch ungenutzt

Schuld ist meist ein Mangel an klaren Vorgaben und konkreten Zielen.
Viele Anbieter wissen nicht, was sich ihre Kunden konkret vom Outsourcing versprechen.
Viele Anbieter wissen nicht, was sich ihre Kunden konkret vom Outsourcing versprechen.

An der verbreiteten Annahme, dass die Kunden aus ihren Outsourcing-Erfahrungen gelernt haben und als harte Verhandlungspartner gegenüber ihren IT-Dienstleistern auftreten, ist offenbar nicht allzu viel dran: Wie eine Umfrage der Londoner Beratungsfirma PA Consulting unter 315 hochrangigen Führungskräften in Anwenderunterwendernehmen sowie Gespräche mit Anbietern und Beratern ergaben, bereiten viele Kunden ihre Outsourcing-Verträge nicht ausreichend vor, formulieren ihre Ziele nicht klar genug und vernachlässigen sogar Basisaufgaben wie die Due Diligence.

Vorteile schwer erkennbar

Den Experten zufolge besteht dadurch die Gefahr, dass die Anwender das Potenzial des Auslagerns nicht voll ausschöpfen. Tatsächlich erklärten zwar 90 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass ihre IT-Dienstleister die Service-Level-Agreements (SLAs) erfüllten. Jeder zweite Befragte gab jedoch an, dass die konkreten Vorteile des Auslagerns für ihn oft nur schwer erkennbar seien. "Die hohe Zahl der Vertragsverlängerungen beweist, dass die Kunden einen Nutzen im Outsourcing sehen. Die Frage ist allerdings, ob das auch der Nutzen ist, den sie sich erwartet haben", fasst Scott Hamilton, Sprecher von PA Consulting, zusammen.

Ein häufiger Vorwurf laute beispielsweise, die IT-Dienstleister lieferten zwar pünktlich und vollständig, hätten jedoch keine Innovationen zu bieten. Nach Ansicht von Hamilton sind die Anwender daran zum Teil selbst schuld. So hätten viele Kunden die Forderung nach innovativen Leistungen gar nicht im Vertrag formuliert. Auch die eigene Firmenkultur und die Prozesse seien häufig nicht auf Innovationen ausgerichtet.

Um vom Outsourcing in vollem Maße profitieren zu können, müssen beide Seiten dieselben Ziele vor Augen haben, warnen die Experten. Wie die Umfrage zeigt, haben die Anbieter jedoch zum Teil völlig andere Vorstellungen von den Outsourcing-Motiven ihrer Kunden als die Kunden selbst. So erklärten alle befragten IT-Dienstleister dass es den Auftraggebern vorrangig um Kostensenkung gehe. Von den Anwendern wurde dieses Argument allerdings nur zu 76 Prozent genannt. (sp)