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11.04.1975 - 

Dietz Computer-Systeme jetzt auch für kommerzielle Anwendungen

Overselling ist ein Fremdwort

MÜLHEIM - Der Benutzermarkt zeigt einen deutlichen Trend zu online-orientierter Verarbeitung. Für die Losung ihrer kommerziellen Aufgabenstellungen setzen immer mehr Klein- und Mittelbetriebe sowie Filialen von Großunternehmen dialogfähige Systeme ein, die den direkten Verkehr mit dem Rechner ober Bildschirm-Terminals ermöglichen und über DFÜ-Anschluß als Satelliten an zentrale Großrechner angeschlossen werden können. Nachdem die meisten Hersteller im Main-Frame-Bereich diesem Trend mit der Entwicklung transaktionsorientierter, kompakter EDV-Anlagen entgegengekommen sind, bieten in letzter Zeit auch die Hersteller von Minicomputern, die bisher ausschließlich im technischwissenschaftlichen Bereich tätig waren, modifizierte Systeme für die kommerzielle Abrechnung an. Erst in jüngster Zeit haben Digital Equipment, Data General, General Automation und Rank Xerox Rechner für den kaufmännischen Bereich angekündigt.

Auf der Hannover Messe '75 stellt auch das deutsche Computer-Unternehmen Dietz, Mülheim, nach installierten Prozeßrechnern in der Bundesrepublik Nummer 2 hinter Siemens, unter der Bezeichnung Dietz 600 ein neues System vor, das kommerzielle Anwender von der Batch-Verarbeitung zu interaktivem Dialogbetrieb hinführen soll. Genaugenommen handelt es sich beim System 600 um ein Hardware-Software-Paket das auf einem bewährten Prozeßrechner basiert Kernstück ist eine Zentraleinheit, von der nach Herstellerangaben bereits etwa 1000 Einheiten in Betrieb sind.

Das System Dietz 600 besteht aus drei Modellen, die sämtlich plattenorientiert sind.

Das kleinste Modell Dietz 600/32 bietet einen Bildschirmplatz mit 2000 Zeichen, eine 5 Millionen Byte-Platte und einen Drucker mit 4000 Zeilen/Stunde zu einem Kaufpreis von rund 110 000 Mark. An die Modelle 600/S4 und 600/36 können bis zu 4 beziehungsweise 12 Bildschirme, Magnetplatten mit einer Kapazität von maximal 40 Millionen Zeichen, mehrere Peripheriegeräte sowie eine DFÜ-Einheit angeschlossen werden .

Der Hauptspeicher ist in Benutzer-Partitions unterteilt und bis 256 K ausbaufähig. Die Basis-Software soll nach Aussagen von Dietz den speziellen Erfordernissen kommerzieller Anwendungen gerecht werden. Zum Betriebssystem gehört die Programmiersprache C-Basic.

Multi-User-Funktionen, ein Dateiverwaltungssystem und Serviceprogramme stehen dem Benutzer zur Verfügung.

Dietz geht zuversichtlich nach Hannover. Denn Minicomputer sind "in", und daß dies keine Modeerscheinung ist, beweisen die Fakten: mit 25 Millionen Mark Umsatz konnte Dietz 1974 das Ergebnis von 1973 um mehr als 50 Prozent übertreffen. Die Minis sind im Kommen und Overselling ist hier bisher ein Fremdwort gewesen. (pi)

Information: Dietz Computer Systeme, 4330 Mülheim a. d. Ruhr, Solinger Straße 9

In Hannover: CeBIT-Halle Stand C-7209