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16.06.1978 - 

Kreisky-Vize Androsch sieht Tendenz, dem Anwender mehr zu verkaufen, als er braucht:

Overselling-Kritik vom Finanzminister

WIEN - Politische Kritik an der EDV in der österreichischen Finanzverwaltung mochte Dr. Hannes Androsch, Finanzminister und Vizekanzler im Kreisky-Kabinett, vor den Teilnehmern eines IBM-Presse-Seminars im Bundesrechenamt (BRA), Wien, nicht äußern.

Dennoch pointierte der SPÖ-Politiker in Gegenwart des BRA-Alleinlieferanten IBM diplomatisch: "Ich sehe eine Tendenz, mehr zu verkaufen, als der Anwender unbedingt benötigt." Beim Bundesrechenamt bestehe überdies - wie bei jeder neuen Einrichtung - die Gefahr, daß sie sich unangemessen ausweite. Das supermoderne BRA-Rechenzentrum am Wiener Europaplatz ist mit IBM-Maschinen (auf Wunsch der Architekten statt blau "kaisergelb") im Kaufwert von rund 70 Millionen Mark ausgestattet. An drei Zentraleinheiten

370/158 mit insgesamt 12 MB sind alle Finanzämter Österreichs sowie, bislang, 67 Zollämter angeschlossen. Argumentiert BRA-Chef Dr. Friedrich Pointner: "Alle diese Dienststellen mit Computern auszustatten, wäre wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen."