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11.01.1980 - 

Textilindustrie wartet auf ihren DV-Maßanzug: ;

Overselling-Vorwurf ist nach wie vor berechtigt

SCHMITTEN/TAUNUS (CW) - "Weil Sachen gemacht werden, die keiner braucht", verfügen viele Unternehmen der Textilindustrie eine gegenüber ihren notwendigen Aufgaben zu aufwendige EDV-Anlage. Zu diesem Sehluß kommt Klaus Franke, der sich als Unternehmensberater vor allem auf die Probleme der heterogen strukturierten Textilindustrie spezialisiert hat. Nach den Erfahrungen des Beraters lassen sich die Rechnerkosten bei Betrieben mittlerer Größenordnung um die Hälfte reduzieren.

Ungelesen wandern zum Beispiel die euer erstellten Statistiken in den Papierkorb erläutert Franke seine These von der überdimensionierten EDV. Eine große Anlage verführe zu solchen unnötigen Anwend . Bei Abschluß des Vertrages mit einem Hersteller hätten sich viele Unternehmen der Textilindustrie, die insgesamt gesehen sehr früh mit der Einführung von EDV begonnen haben, für eine Anlage entschieden, auf der man "alle möglichen Dinge" in Verwaltung und Technik machen könnte. Den von den Herstellern zur Verfügung gestellten Beratern seien die besonderen Probleme des Industriezweiges wie beispielsweise die fließende Fertigung mit ihren Problemen in Lagerhaltung, Disposition und der Kleinstserienfertigung, nicht so vertraut gewesen, daß sie mit der Hard- und Softwareentscheidung die notwendige Rechnerkapazität getroffen hätten. Der ohnehin wettbewerbsgeplagte Anwender trägt das Leid am Overselling.

In drei Betrieben ist Franke dabei, Anlagen in der Größenordnung von 96 KB einzuführen. Die "Mittlere Datentechnik" (MDT) reiche für die wirklichen Bedürfnisse der meisten Betriebe völlig aus. Das richtig dimensionierte System in Hard- und Software bringe nach den Umstellungsproblemen in der zweiten Computerisierungsstufe des Industriezweiges, der durch seinen Rationalisierungsvorsprung gegenüber anderen Branchen bekannt sei, merkliche Kostenersparnisse mit sich.

Franke empfiehlt eine unkomplizierte, maßgeschneiderte Software. Die Grobkonzeption der Reorganisation, die durch die Einführung der EDV überhaupt oder einer neuen Anlage fällig wird, sollte nicht dem EDV-Fachmann überlassen bleiben: "Ein Spezialist aus der Textilbranche, der mit den besonderen Abläufen vertraut ist, leistet hier bessere Dienste, zumal deshalb, weil die EDV zunehmend unkomplizierter werde."