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Telecom-Anbieter scheitern an Software-Anforderungen

Ovum: Intelligente Netze werden DV-Branche Vorteile verschaffen

15.02.1991

LONDON (pi) - Der zunehmende Einsatz von "intelligenten" Netzwerken (INs) gibt der DV-Branche starken Aufwind. Nach Angaben der Studie "Intelligent Networks: Market Strategies" der britischen Ovum Ltd. werden große Anbieter wie IBM und Digital den Markt für Telekommunikations-Equipment im 21. Jahrhundert beherrschen.

In der Vergangenheit sind - so der Tenor der Expertise - die DV-Hersteller daran gescheitert, die Märkte der Telekommunikations-Operatoren (Telcos) beziehungsweise der PTTs zu durchdringen. Auch hätten sie sich mit Ausnahme des Spezialisten für fehlertolerante Systeme, Tandem, dem Bereich Echtzeitverarbeitungsstandards nicht gewachsen gefühlt. Ovum verwies in diesem Zusammenhang insbesondere auf die fehlgeschlagenen Joint-ventures der IBM mit Rolm, mit Satellite Business Systems und mit United hin.

Durch den IN-Aufschwung ergeben sich laut David Rogerson, dem Hauptautor der

jüngst veröffentlichten Studie, neue Telecom-Spielräume. Seine Prognose hinsichtlich dieser kommenden Generation von öffentlichen Netzwerken für das 21. Jahrhundert: "Mit Ausnahme der Basis-Vermittlungen wird mehr als die Hälfte des Marktes von DV-Anbietern bestellt."

Zusammenarbeit mit DV-Herstellern

"lntelligente" Netze trennen das Netzwerk-Routing und die Dienste logistisch voneinander. Auf diese Weise läßt sich eine Vielzahl voll gehobenen Value Added-Services schaffen, kontrollieren und managen.

"Wir glauben nicht daran, daß sich die Anbieter von Vermittlungs-Equipment schnell genug auf die neue Software-gesteuerte Umgebung einstellen können", erklärt Rogerson weiter. Ohne die Zusammenarbeit mit DV-Herstellern wären sie dazu verdonnert, bis zum Jahre 2000 lediglich Basis-Ausstattungen zu verkaufen. Bisher wurde die Kooperation mit der DV-Branche - so Ovum - verschmäht, abgesehen von der Zusammenarbeit zwischen DSC, einem kleinen US-Anbieter von Paketvermittlungen und DEC.

Rogerson geht davon aus, daß die bisherige Abstinenz zum Ruin führt, da "Switch Vendors" auf die Dauer nicht von dem Vorteil, gegenwärtig Telco-Lieferant zu sein, zehren könnten. Gerade jetzt, wo die DV-Branche durch ihr Know-how herausfordere, seien Allianzen geboten. Auch für die Telcos bringen "intelligente" Netzwerke eine bedeutsame Wende mit,

nämlich den Wandel zu neuen Diensten und einer marktorientierten Philosophie.

Services sind weiteren Angaben von Ovum zufolge der raison d'etre von INs. Die Telekommunikations-Operatoren hätten daher keine andere Wahl als offene und benutzerfreundliche Dienste wie die Rufumleitung, alternatives Wählen, Free-phone und Rufnummern-Identifikation direkt vom Teilnehmer-Terminal aus anzubieten. Sonst würden sich beispielsweise unabhängige Service-Anbieter dieser Aufgabe annehmen. Handelten die Telcos nicht entschlossen, müßten sie sich bis Ende des 21. Jahrhunderts mit der Rolle der "Bit-Player" begnügen.

Die neue Marktstudie, die einen Anstieg der IN-Einkünfte auf 48 Milliarden Dollar im Jahr 2000 prognostiziert, enthält 21 Profile über große Telcos, Anbieter sind User-Organisationen wie Ameritech, AT&T, British Telecom, Digital, Ericsson, France Telecom, IBM, Northern Telecom und Siemens. Inbegriffen ist auch eine Vorausschau auf IN-Dienste und Produkte in Europa bis zum Jahre 2000. Der Preis für den Report liegt bei 1850 Dollar.