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28.11.1997 - 

NC wird nicht Desktop der Zukunft

Ovum: Stabile Java-Anwendungen sind noch Mangelware

Die NC-Anbieter, allen voran Oracle mit Chef-Visionär und CEO Larry Ellison sowie Sun, stellten bei der Frage nach dem Desktop der Zukunft die Kostenfrage (Total Cost of Ownership) zu stark in der Vordergrund. Diese sei bei der Kaufentscheidung für neue Desktop-Hardware jedoch nur das zweite Kriterium, ermittelten die Analysten in ihrer Studie "Network Computers: Risks and Rewards for Business".

Bei der Investition in Java- oder Windows-basierte Technik zögen IT-Verantwortliche eher die Frage nach zukunftssicheren Server-Anwendungen ins Kalkül. Auch die im Vergleich zu Windows-basierten Anwendungen geringe Zahl an Java-Applets bremse den NC-Hype. Solange nicht ausreichend stabile und umfangreiche Applikationen in Java verfügbar seien, gäbe es für diese Plattform keine Chance.

"Die ganze Debatte um preisgünstige, handhabbare Clients hat kurioserweise zur Folge, daß die Windows-Architektur auch noch in den nächsten fünf Jahren am Desktop dominieren wird", sagt Katy Ring, Senior Consultant bei Ovum. Die Befragten gaben an, mittelfristig mit dem Betriebssystem und Front-end-Konzept der Redmonder arbeiten zu wollen. Allerdings sei ein Trend in Richtung Windows-Terminal zu erwarten. Die Systeme ähneln den ehemaligen X-Terminals. Sie verfügen über keinen lokalen Speicher und sind bisher ausschließlich in Windows-Umgebungen einsetzbar.

Techniken wie Citrix' "Independent Console Architecture" (ICA), die aus Windows NT ein Multiuser-Betriebsystem machen, und auch Microsofts "Hydra"-Technik, die mit ähnlichen Funktionen aufwartet, werden künftig zu Kaufentscheidungen für Windows-Terminals führen. Im Rahmen des Hydra-Projektes integrieren die Redmonder die ICA-Technik in NT.

Mit dieser Technik sei vor allem das System-Management recht einfach, und darüber hinaus ließen sich mit ICA neben Windows-basierten Front-ends auch Mac-Rechner, Unix-Workstations, Intranet-Terminals, NCs, Net PCs und X-Terminals betreiben (siehe dazu auch Seite 37).